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Göttingen Führung zu Otto von Bismarck in Göttingen
Die Region Göttingen Führung zu Otto von Bismarck in Göttingen
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23:39 01.04.2015
Hinter dieser Tür soll Otto von Bismarck im Göttinger Karzer gesessen haben. Sein Name ist im Holz eingeritzt. Teilnehmer der Stadtführung bestaunen das Objekt im Bismarckhäuschen am Wall. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Bismarck nahm an der Georg-August-Universität 1932 das Studium der Rechtswissenschaften auf. 1833 verließ er die Leinestadt dann aber schon wieder, um sich in Berlin einzuschreiben. Dort musste der junge Mann allerdings zuvor noch drei Tage Reststrafe verbüßen. Das Göttinger Universitätsgericht hatte ihn mit 18 Tagen Karzer bestraft, weil er vom ehemaligen Gasthaus Krone (heute Sparkasse) eine halbvolle Flasche Bier auf die Straße geworfen haben soll. Das ist nur eine von mehreren Anekdoten, die Stadtführer Jörg Scharmach seiner Gruppe berichtete.

Ob man ihm denn am 1. April alles glauben dürfe, was er ihm Rahmen dieser Stadtführungspremiere erzähle, wollte eine Teilnehmerin wissen. Scharmach wies darauf hin, dass nicht vieles über Bismarcks Göttinger Zeit überliefert sei. Dietrich Mann, „historisch interessierter“ Teilnehmer des Rundgangs an Bismarcks Geburtstag berichtete von einem Radiobeitrag, den er am Morgen gehört habe, wonach sich Bismarck mit Ferdinand von Lassalle duelliert haben soll. Gästeführer Scharmach dazu: „Das war bestimmt ein April-Scherz.“ Allerdings, so erfuhr die Gruppe, war Bismarck Mitglied der schlagenden landsmannschaftlichen Studentenverbindung Corps Hannovera Göttingen.

Die erste Führung zum Thema Bismarck in Göttingen machte unter anderem in der Pandetkengasse, an der Paulinerkirche, an Bismarcks erstem Wohnsitz in der Roten Straße und schließlich am Bismarckhäuschen am Wall Station, in dessen Innern die Teilnehmer einige Fotos und Exponate aus Bismarcks Zeit in Göttingen betrachten konnten. Am Ende gab es Lob für Scharmachs Ausführungen, aber auch für Göttingen Tourismus – für die „tollen Themenführungen“ betont Teilnehmerin Ariane Mühlethaler. Und auch Renate Apel freut sich über die Angebote: „Auf diese Weise erobere ich mir meine Heimatstadt."

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