Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Groner befürchten höhere Mieten
Die Region Göttingen Groner befürchten höhere Mieten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 04.02.2018
Adler-Wohnungen im Süntelweg. A Quelle: GOETTINGERTAGEBLATT
Anzeige
Grone

Der Adler Real Estate AG gehört mittlerweile ein Großteil des Geschosswohnungsbaus in Grone-Nord und in Grone-Süd. Das Unternehmen plant, diese Wohnungsbestände nördlich und südlich der Kasseler Landstraße energetisch zu sanieren und zum Teil mit einem weiteren Geschoss aufzustocken. So sollen rund 200 neue Wohneinheiten entstehen. Insgesamt will die Adler Real Estate AG, die in Grone um die 1100 Wohnungen besitzt, dafür etwa 74 Millionen Euro investieren.

Hendrik Falkenberg, für die Linke im Groner Ortsrat, hat das derzeitige Mietpreisniveau untersucht. Danach liegen die Quadratmeterpreise bei Altmietverträgen zwischen 5,50 bis 8,50 Euro bei Quadratmeter, nach den Vergleichsmieten der Adler Real Estate anlässlich der Mieterhöhungen im August vergangenen Jahres zwischen 7,37 und 10,38 Euro pro Quadratmeter. Falkenberg: „Wenn nach einer Modernisierung die Quadratmeterpreise um zwei Euro erhöht werden, kann von günstigem wohnen nur noch als Ausnahme gesprochen werden.“ Falkenberg befürchtet, „dass sich viele Mietparteien diese Mieten nicht mehr leisten können und aus Grone wegziehen“.

Wie die Stadt Göttingen die Wohnsituation in Grone einschätzt, hat Falkenberg jetzt die Stadtverwaltung gefragt. Die versicherte im Ortsrat, „dass es im Rahmen der Verhandlungen mit der Adler AG über die Nachverdichtung des Quartiers Ziel der Verwaltung ist, für einen möglichst großen Anteil an Wohnungen eine Mietpreisbindung zu vereinbaren“. Generell rät die Verwaltung den Mietern, etwaige Ankündigungen von Modernisierungsmaßnahmen und daraus folgende Mieterhöhungsbegehren genau zu prüfen und gegebenenfalls Rat einzuholen, beispielsweise vom Mieterverein.

Darüberhinaus verwies die Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt nur auf die derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen. Sollten Mietern, die Wohngeld erhalten, Mieterhöhungsschreiben vorlegen, werde die Verwaltung die entsprechenden Bedarfsberechnungen anpassen und prüfen, ob die Kosten der Unterkunft noch angemessen seien. Ob die Verwaltung Wohngeldempfänger nach einer Mieterhöhung dazu drängen werde, umzuziehen, „hängt auch vom jeweiligen Einzelfall ab und wird individuell entschieden“, erklärt Broistedt. Betroffenen Familien werde die Stadt aber helfen, passende Wohnungen zu finden und Mietverträge abzuschließen.

Nach einem entsprechenden Beschluss des Verwaltungsausschusses der Stadt sollen die Planunterlagen für die geplanten Bau- und Modernisierungsmaßnahmen der Adler Real Estate AG jetzt ausgelegt werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Eingesehen werden können die Aufstellungsbeschlüsse für die Bebauungspläne Göttingen Grone Nr 2 „Ortszentrum am Rehbach“ und Grone Nr. 7 „Südlich der B3“ von Montag, 12. Februar, bis Freitag, 23. Februar, in der Zeit von montags bis donnerstags von 7 bis 17 Uhr und freitags von 7 bis 14 Uhr an der Anschlagtafel im 11. Obergeschoss des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4. Die Bebauungspläne sind außerdem Thema des Amtsblattes Nr. 3 vom 7. Februar 2018. Bedenken und Anregungen zu den Planungen können bis zum Ablauf der Auslegungsfrist Montag bis Mittwoch von 8.30 bis 12 Uhr oder donnerstags von 14 bis 17 Uhr persönlich bei Kai Schmiedel in Zimmer 1104 des Neuen Rathauses, schriftlich bei der Stadt Göttingen, Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung, Hiroshimaplatz 1-4, 37083 Göttingen, oder per E-Mail an stadtplanung@goettingen.de abgegeben werden.

Die Adler Real Estate AG war erst kürzlich in die Schlagzeilen geraten, weil sie einer Vielzahl von Mietern in Grone falsche Nebenkostenabrechnungen für das Jahr 2016 geschickt haben soll. Die Stadtverwaltung forderte darauf das Unternehmen auf, falsche Abrechnungen zurückzunehmen. Die Firma selbst wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

Von Matthias Heinzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Göttingen Suchtmedizin in Göttingen - Hilfestellung für Angehörige

Die Universitätsmedizin Göttingen bietet Angehörigen von Suchtkranken eine Gesprächsgruppe mit Leitung an. Die Gruppe „Raus aus der Co-Abhängigkeit“ trifft sich in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in der Von-Siebold-Straße 3. Start ist Mittwoch, 14. Februar, um 18 Uhr.

01.02.2018

Freitag, 2. Februar, 10 Uhr: In den Kalendern zahlreicher Hip-Hop-Fans dürfte dieser Termin mit höchster Priorität eingetragen sein: Dann beginnt der Vorverkauf für das einzige Deutschlandkonzert des King of Hip-Hop – Eminem. Innerhalb von Minuten waren die Tickets vergriffen.

02.02.2018

Wegen eines Überfalls auf eine Tankstelle in Bad Sachsa muss ein 30-jähriger Mann aus Nordhausen für vier Jahre ins Gefängnis. Das hat jetzt das Landgericht Göttingen entschieden.

01.02.2018
Anzeige