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Göttingen Gefährdete Radfahrer und Landschaftsschutz am Drakenberg
Die Region Göttingen Gefährdete Radfahrer und Landschaftsschutz am Drakenberg
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19:00 12.09.2018
Landschaftspflege am Drakenberg: Seit 2003 entbuschen Bürger die Magerrasenfläche. Quelle: Peter Heller/Archiv
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Herberhausen

Schmal und kurvenreich ist die Herzberger Landstraße, die von Göttingen zur Herberhäuser Knochenmühle führt. Insbesondere während des Berufsverkehrs komme es dort zu gefährlichen Situationen, erläuterte der SPD-Fraktionsvorsitzende Volker Grothey. Überholende Autos drohten Radfahrer von der Straße zu drängen. Deshalb solle die Stadt dort Schilder aufstellen, die Autofahrer zur Einhaltung des Sicherheitsabstands von anderthalb Metern aufforderten.

Hainberg- und Felix-Klein-Gymnasium

„Radfahrer, die Richtung Herberhausen unterwegs sind, fahren dort oft 50 Kilometer pro Stunde“, sagte Ortsbürgermeisterin Ingrid Möhring (SPD). Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von E-Bikes würden verstärkt auch Radfahrer Richtung Göttingen die Straße nutzen. Unter ihnen befänden sich Schüler des Hainberg- und des Felix-Klein-Gymnasiums.

Auf weitere Gefahrenpunkte machten einige der mehr als zehn Zuhörer während der Einwohnerfragestunde aufmerksam. So müssen Autofahrer, die aus der Henri-Dunant-Straße kommend auf die Straße An der Mühle wollen, relativ weit vorfahren, um die Straße einsehen zu können. Sie stehen dann bereits auf dem dort beginnenden Radweg. Mehrmals mussten Auto- und Zweiradfahrer dort abrupt bremsen.

Bundesstraße 27 zwischen Herberhausen und Göttingen

Geblendet werden Radfahrer, die nachts zwischen Herberhausen und Göttingen auf dem Radweg entlang der Bundesstraße 27 unterwegs sind. Dort forderten die Bürger die Aufbringung eines reflektierenden Streifens auf dem Weg, an dem sie sich orientieren könnten. Das soll die Stadt tun, forderte der Ortsrat.

Die Untere Naturschutzbehörde unterrichtete die Kommunalpolitiker über die Pläne, ein Flora-Fauna-Habitat „Göttinger Wald“ auszuweisen. Die Stadt hat eine Anregung des Ortsrats aufgegriffen. Danach soll das Landschaftsschutzgebiet am Drakenberg nicht zum Naturschutzgebiet erklärt werden. In einem solchen würden nämlich die Aufwandsentschädigungen für Landwirte, die auf der steilen Fläche Pferde, Kühe und Schafe weiden, niedriger ausfallen. Die Bewirtschaftung der Flächen würde sich dann für die Tierhalter nicht mehr lohnen. Die artenreichen Magerrasenflächen würden verbuschen.

Arbeitseinsatz am Drakenberg

Ortsbürgermeisterin Möhring kündigte an, dass es am Sonnabend, 20. Oktober, um 9 Uhr am Drankenberg einen Arbeitseinsatz geben wird. Bis zu 25 Freiwillige erwartet sie, die Büsche zurückschneiden. Treffpunkt ist die Bushaltestelle im Ort. Die Magerrasenfläche am Kartoffelstein wird von städtischen Mitarbeitern freigehalten.

Einstimmig nahm der Ortsrat einen interfraktionellen Antrag an. Danach soll das Forstamtsgelände geteilt werden. Dann ließe sich im unteren Bereich ein Baugebiet ausweisen, so Möhring. Die Stadt hatte das Grundstück 2014 im Zuge der Entschuldung verkaufen wollen. Die Pläne waren 2015 gestoppt worden. Die Stadt brachte damals Flüchtlinge im Forsthaus unter. Dem Ortsrat liegt an einer Vermarktung, da es Anfragen nach Bauplätzen gibt.

Von Michael Caspar

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