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Göttingen Polizei warnt vor K.o.-Tropfen
Die Region Göttingen Polizei warnt vor K.o.-Tropfen
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07:24 08.02.2018
Das Opfer ist im Gespräch und bekommt nicht mit, dass etwas ins Glas getropft wird. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Das Programm „Polizeiliche Kriminalprävention“ warnt vor dem Einsatz von Drogen, die ihre Opfer betäuben, umgangssprachlich als K.o-Tropfen bekannt. Dabei handelt es sich um Medikamente und Beruhigungsmittel, die unbemerkt von Tätern in die Getränke ihrer Opfer gemischt werden, um diese später zu berauben oder zu vergewaltigen.

„Oft handelt es sich dabei um GHB (Gammahydroxybutyrat), auch bekannt als Liquid Ecstasy“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Besonders in alkoholischen Getränken werden die Drogen oft nicht bemerkt. „Eine Kombination aus Alkohol oder anderen Drogen mit solchen K.o.-Tropfen ist besonders gefährlich. Häufig kann sich das Opfer danach gar nicht oder nur noch verschwommen daran erinnern, was passiert ist“, warnt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Schnelle Wirkung

Die Drogen können innerhalb von 10 bis 20 Minuten wirken. „Hat man den Verdacht, dass einem K.o.-Tropfen verabreicht wurden, zum Beispiel weil man motorische oder psychische Auffälligkeiten verspürt, die man sich nicht erklären kann, sollte man schnellstens einen Arzt oder die nächste Notaufnahme eines Krankenhauses aufsuchen“, rät die Polizei. Um gar nicht ernst in diese Situation zu kommen, sollte man Getränke nur selbst bestellen und entgegennehmen, nichts von Unbekannten annehmen, offene Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen und unter Freunden sich nicht aus den Augen zu verlieren.

Gefahr durch bewussten Drogenkonsum

Aber auch der bewusste Konsum von Drogen kann gefährlich sein. Die Prüfgesellschaft Dekra warnt davor, beispielsweise unter Drogeneinfluss Auto zu fahren. „Eine große Gefahr von Partydrogen ist ihr starkes Abhängigkeitspotenzial“, sagt Dr. Thomas Wagner, Fachbereichsleiter der Begutachtungsstellen für Fahreignung der Dekra.

Stoffe wie Crystal Meth oder Ecstasy „beeinträchtigen geistige Funktionen wie Gedächtnis, Lernen und Informationsverarbeitung“, heißt es in der Pressemitteilung. Autofahrer unter Drogeneinfluss könnten eine Gefahr für den Straßenverkehr, sich selbst und ihre Mitmenschen sein. Es drohten Unfälle, Verletzungen und der langfristige Entzug der Fahrerlaubnis.

Eine Übersicht über die Karnevalsveranstaltungen in der Region finden Sie hier.

Von Max Brasch

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