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Göttingen Gegen Stromkabel: Elliehäuser wehren sich gegen Höchstspannungsleitung
Die Region Göttingen Gegen Stromkabel: Elliehäuser wehren sich gegen Höchstspannungsleitung
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13:53 25.02.2013
Markierte Erdkabel-Trasse am westlichen Ortsrand: Elliehäuser protestieren gegen die geplante Höchstspannungsleitung. Quelle: CR
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Elliehausen

Am Freitag demonstrierte eine Initiative mit Trassenbändern den geringen Abstand zum Ort. „Das kann hier so nicht bleiben“, fordert der Elliehäuser Landwirt Heinz-Günther Koschig. Er fürchtet um fast vier Hektar Ackerland, die ihn die Erdkabelpläne kosten könnten. Das sei existenzbedrohend, so Koschig. Eine Höchstspannungsleitung unter der Erde bedeute einen 20 Meter breiten betonierten Graben, über dem Ackern wahrscheinlich nicht mehr möglich sein wird.

Gesundheitsschäden befürchtet

Andere Elliehäuser befürchten Gesundheitsschäden wegen des geringen Abstandes zu Schule und Kindergarten. Der Gefährdungskorridor durch das Kabel liege bei 50 bis 100 Metern, sagte Harald Wiedemann, Ortsratsherr der Grünen. In Kürze soll eine Internet-Seite freigeschaltet werden: gegen-die-trasse.de. Die Initiative hätte am liebsten eine Freileitung weit um Göttingen herum.

Die Pro-Erdkabel-Initiative Harzvorland hätte nichts dagegen. Wenn die Göttinger das Kabel nicht wollten, könne der  Kabelabschnitt in den Norden, so Sprecher Peter Gosslar.

Eine Einwohnerversammlung zur Höchstspannungsleitung veranstaltet die Stadt Göttingen am Mittwoch, 13. März, um 19 Uhr. Im Sporthaus im Hetjershäuser Weg 28 sind Stadtbaurat Thomas Dienberg, Tennet-Projektleiter Jens Siegmann, das Ecolog-Institut aus Hannover und die BI Groß Ellershausen dabei.

Hinweis: Das Datum der Einwohnerversammlung wurde von Montag, 11. März, auf Mittwoch, 13. März, korrigiert. Der Pressedienst der Stadt hatte ein falsches Datum übermittelt.

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