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Göttingen Geschenke kommen durch den Kamin
Die Region Göttingen Geschenke kommen durch den Kamin
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18:50 23.12.2009
Pau: Das Mairie Hotel de Ville (Rathaus) der südfranzösischen Partnerstadt in voller Festtagsbeleuchtung. Quelle: Stadt Pau
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In England werden die Traditionen des Weihnachtsfestes auf den englischen König Artus zurück geführt. Jedes Jahr gab er ein großes und buntes Fest am Hofe. Die ganze Wohnung wird mit Misteln, Stechpalmen, Lorbeer und bunten Papiergirlanden geschmückt. Denn wer unter einem Mistelzweig steht, darf von jedem geküsst werden. Der Mistelzweig bringt Glück. Außerdem werden Weihnachtskarten auf einer Wäscheleine aufgehängt.
Den Höhepunkt bildet das Menü. Es gibt meistens Truthahn und zum Nachtisch Plumpudding. Im Weihnachtskuchen verstecken sie eine Münze. Wer sie findet, bekommt einen Wunsch erfüllt. Das Essen zieht sich meist über Stunden hin. Danach wird getanzt, Kinder und Jugendliche maskieren sich. Ausgelassen toben sie und entzünden Feuerwerkskörper.

Auf ihre Geschenke müssen sie noch warten, denn die gibt es erst am nächsten Morgen. Abends hängen sie ihre selbstgestrickten Strümpfe am Kamin auf, damit Santa Claus die Geschenke bringen kann. Nachts wird Santa Claus aktiv. Er holt seinen Schlitten, spannt Rentiere davor, saust über die Dächer, klettert durch den Chimney und verstaut die Geschenke in den Strümpfen.

Pau: Auch in der südfranzösischen Stadt – seit 27 Jahren bestehen Beziehungen – ist Weihnachten das wichtigste Familienfest. Trotzdem begehen die Franzosen den Tag wie jeden anderen. Erst nach Feierabend beginnt Weihnachten.

Am Abend sitzen sie beim Mahl zusammen. Ihr traditionelles Festtagsgericht ist der „Dinde aux marrons“, ein mit Maronen garnierter Truthahn. Außerdem werden am „Le réveillon“ – am Heiligabend – gerne Austern, Pasteten, Truthahn und Champagner mit gezuckerten Maronen verzehrt.
Später gehen alle Familien zur Mitternachtsmesse („Messe de Minuit“). Anschließend wird Feuerwerk entzündet. Die Geschenke bringt Père Noël in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember durch den Kamin, wo die Schuhe der Kinder stehen. Gemäß einer anderen Tradition lässt man einen dicken Holzklotz an den Weihnachtstagen im Kamin verbrennen und verstreut die Asche auf einem Feld. Das soll eine gute Ernte bringen. In der Stadt backt man einen „buche de noël“. Das ist ein Kuchen, der nach Form und Aussehen dem Holzklotz sehr ähnelt – aber genüsslich verspeist wird.

Joachim Sterr

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