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Göttingen Giftinformationszentrum Nord legt Jahresbericht für 2013 vor
Die Region Göttingen Giftinformationszentrum Nord legt Jahresbericht für 2013 vor
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19:31 06.11.2014
Mehr Menschen mit schwerer Pilzvergiftung im Krankenhaus Quelle: dpa
Göttingen

Etwa ein Drittel der Fälle, mit denen die Giftexperten konfrontiert wurden, betrifft Vergiftungen bei Kindern, etwa durch Haushaltsreiniger, durch Pflanzengifte oder auch durch „die Herztablette der Großmutter“, zählt der stellvertretende GIZ-Leiter, Andreas Schaper, auf.

Bei Erwachsenen überwiegen laut Jahresbericht klar Vergiftungen mit Arzneimitteln. Zu den sonstigen Fällen in der GIZ-Bilanz zählen auch die Folgen von Tierbissen. Schaper erinnert sich an einen „schweren Schlangenbiss“, bei dem das GIZ im Jahr 2013 zu Rate gezogen wurden.

Die Zahl der Anfragen zeige, wie notwendig eine fachliche Beratung und der Notfallservice sind, sagt GIZ-Leiter Herbert Dressel. Die hohe Resonanz zeige auch, wie gut das GIZ in der Bevölkerung und bei den Ärzten akzeptiert sei. Das GIZ-Nord ist für die Länder Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zentrale Stelle für Beratungen im akuten Vergiftungsfall. Außerdem ist das Wissen der Göttinger auch international gefragt.

So erreichten das GIZ-Nord 2013 sogar Anfragen aus Tansania und China. In mehreren von der EU geförderten Projekten befasse sich der Giftnotruf Göttingen mit der Gefahr, „die von einer Chemikalienausbringung mit potenziell kriminellem oder terroristischem Hintergrund ausgeht“, sagt Schaper.

Darüber hinaus sei das Wissen der Göttinger GIZ-Mitarbeiter auch bei Kongressen gefragt – zum Beispiel zu Themen wie Rauchgasvergiftungen, Drogennotfälle, toxikologische Laboralalytik und Auseinandersetzung mit chemischen Kampfstoffen.

Das GIZ-Nord ist rund um die Uhr über die Notfallnummer 05 51 / 1 92 40 erreichbar. Aktuelle Warnmeldungen über Vergiftungsgefahren unter giz-nord.de.

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