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Göttingen Bahnen fahren pünktlicher
Die Region Göttingen Bahnen fahren pünktlicher
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00:27 07.04.2018
ICE im Bahnhof Göttingen Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Die Herbststürme mit blockierten Gleisen, aber auch die verstärkten Sanierungsarbeiten der Bahn haben die Zahl der Zugausfälle 2017 in die Höhe schnellen lassen. Trotzdem steigerte sich die Pünktlichkeit der Regionalzüge in Niedersachsen leicht auf 92,2 Prozent. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn sind es 79,3 Prozent. Göttingen liegt etwas darunter bei 78,8 Prozent.

Regionalzüge fallen aus

Herbststürme und Baustellen haben die Zahl der Zugausfälle in Niedersachsen im vergangenen Jahr kräftig ansteigen lassen und die Geduld der Reisenden auf die Probe gestellt. Rund 2,6 Prozent aller planmäßigen Regionalzüge zwischen Harz und Nordsee fielen 2017 aus, teilte die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) in Hannover mit. Leicht um 0,5 Prozent verbessert hat sich hingegen die Pünktlichkeit der Regionalbahnen, die auf 92,2 Prozent stieg. Für verspätete und ausgefallene Züge kürzt die LNVG den Bahnunternehmen ihre Zuschüsse für 2017 um rund 5,5 Millionen Euro.

Im Fernverkehr habe es gerade in den Wochen vor Ostern verstärkt Probleme mit der Fahrzeugverfügbarkeit gegeben, erklärte eine Sprecherin der Bahn. Schuld sei die Grippewelle gewesen. Bedingt durch die vielen Krankheitsfälle habe die Bahn nicht ausreichend Züge warten und für die Fahrt zur Verfügung stellen können. „Der ICE 582 etwa gehörte zu den Zügen, die wir aufgrund der grippebedingten Fahrzeugengpässe einige Tage lang (in diesem Fall konkret vom 12. bis zum 27. März) ausfallen lassen mussten. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für die Kunden sehr und bitten sie dafür um Entschuldigung“, so eine Sprecherin der Bahn. Mittlerweile seien alle Kollegen wieder an Bord, die Verfügbarkeit der ICE wieder in vollen Umfang hergestellt, verspricht die Bahn.

Göttingen unter dem Bundesdurchschnitt

Tatsächlich liege die Pünktlichkeit im Bahnhof Göttingen etwas unter dem Bundesdurchschnitt beim Fernverkehr. Das liege daran, dass Göttingen in der Mitte vieler sehr langlaufender Verbindungen liege, etwa von Hamburg nach Basel. Da erhöhe sich die Chance, dass es zu Verspätungen komme, so die Sprecherin der Bahn.

Problem Fachkräftemangel

Die Regionalbahn-Unternehmen bemühten sich sehr um mehr Pünktlichkeit und Qualität, hätten auf technische Probleme an den Strecken, Unwetter und verspätete Fernzüge, die den Fahrplan durcheinander brächten, oft keinen Einfluss, sagte LNVG-Chefin Carmen Schwabl. Eine Herausforderung bleibe der Fachkräftemangel. Die Unternehmen suchten händeringend nach Lokführern und bildeten inzwischen vermehrt selbst aus. Der Ausfall von Zügen wegen erkrankter oder fehlender Lokführer halbierte sich 2017 aber um mehr als die Hälfte auf 44 000 Kilometer.

Am zuverlässigsten aus Sicht der Pendler präsentierten sich 2017 die Zugverbindungen in Südost-Niedersachsen. Im Dreieck BraunschweigSalzgitterGöttingen erzielte die DB Regio AG mit einer Pünktlichkeit von 96,5 Prozent erneut den Spitzenrang, dicht gefolgt von den evb-Zügen, die auf den Strecken CuxhavenBremerhaven und BuxtehudeBremerhaven zu 96,4 Prozent pünktlich unterwegs waren. Auf Rang drei fuhren die Westfalenbahn-Züge zwischen Rheine/Bielefeld, Hannover und Braunschweig mit 94,4 Prozent Pünktlichkeit. Alle drei Bahnen verbesserten sich gegenüber 2016 und übertrafen die mit der LNVG vertraglich vereinbarte Pünktlichkeit.

Anders stellte sich die Situation für Pendler zwischen Uelzen, Hannover und Göttingen dar, wo der Metronom sich mit dem IC und ICE die Gleise teilen muss und technische Störungen an den Zügen für Probleme sorgten. Dadurch betrug die Pünktlichkeit nur 89,1 Prozent.

Von Christiane Böhm

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