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Göttingen Kritische Stimmen zur Stadthallen-Sanierung
Die Region Göttingen Kritische Stimmen zur Stadthallen-Sanierung
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22:02 02.05.2017
Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Die Pläne sehen vor, die Stadthalle für 19,5 Millionen Euro netto ab Mitte kommenden Jahres zu sanieren Die Dauer der Bautätigkeiten schätzt die Verwaltung auf knapp zwei Jahre. Auf eine zeitweise diskutierte Erweiterung der Halle wird verzichtet. Auch einen Neubau als Ersatz für das bestehende Gebäude lehnt die Stadt ab, weil mit 40 bis 45 Millionen Euro zu teuer.

Im Finanzausschuss sprach sich nur die SPD vorbehaltlos für den Vorschlag der Stadtverwaltung aus. Die Grünen erklärten hingegen, es gebe „keine logistische Umfeldplanung“. Fragen wie das Parkplatzangebot oder der Zu- und Abfahrten seien völlig ungeklärt, meinte Rolf Becker. Wenn hier in den nächsten Tagen keine konkreten Vorschläge gemacht würden, werde die Grünen-Fraktion in der abschließenden Abstimmung im Stadtrat die Pläne der Verwaltung ablehnen.

Grundsätzliche Kritik an dem Vorschlag der Stadtverwaltung kam von der CDU und der FDP. Beide bemängelten, dass die Stadt von vornherein einseitig eine Totalsanierung bevorzugt und einen Neubau als Alternative überhaupt nicht ernsthaft durchgerechnet habe. Für die CDU erklärte Ludwig Theuvsen, eine neue Halle könne auch für weniger als 40 Millionen Euro errichtet werden. Beispiele aus anderen Städten könnten dies belegen. Letztlich setzten sich jedoch SPD und Grüne im Ausschuss mit ihrer Mehrheit durch.

Unterdessen hat der Verein Kultur unterstützt Stadt („Kunst“) einen „Dringlichkeitsantrag“ für die Sondersitzung des Kulturausschusses am Donnerstag, 4. Mai (Ratssaal des Neuen Rathauses, 18 Uhr), angekündigt. Darin fordert der Verein von der Stadtverwaltung, „kurzfristig eine endgültige und verbindliche Terminplanung für den Beginn und die Dauer der Sanierung der Stadthalle sowie die Wiederinbetriebnahme vorzulegen“, damit alle betroffenen Einrichtungen „eine langfristige und belastbare Programmplanung für die Jahre 2018 bis 2021 durchführen können“. Außerdem solle die Stadt Einnahmeausfälle der GWG, des GSO und der Händel-Festspiele ausgleichen.

Der SPD-Ortsverein Göttingen-Ost fordert zudem „eine Neugestaltung des Umfeldes“ der Stadthalle. Unter anderem gebe es ein erhebliches Parkplatzproblem. Über die Stadthallen-Sanierung entscheidet nach dem Kulturausschuss letztlich der Rat der Stadt Göttingen in seiner Sitzung am Freitag, 12. Mai (Ratssaal des Neuen Rathauses, 16 Uhr).

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