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Göttingen Immer wieder neue Blickwinkel
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15:51 22.02.2018
Lars Gerhardts Bilder: Auch 360-Grad-Panoramen fertigt der Hobby-Fotograf an. Quelle: Gebhardts
Göttingen

Wie viele Fotos von Göttingen er bereits gemacht hat, kann Lars Gerhardts kaum beziffern. Es sind viele. Vor allem auf Facebook veröffentlicht er seine Aufnahmen. „Göttingen – eine Stadt in Bildern“ heißt seine Seite, die von Fans seiner Bildern mit 4,8 von fünf Sternen bewertet wurde. „Ich mache seit etwa zehn Jahren Fotos in und um Göttingen“, erzählt Gerhardts. Gerade erst war er im Alten Rathaus unterwegs, mit Stativ und Kamera. Mit einem ganz besonderen Stativ. Denn sein neues Projekt sind 360-Grad-Ansichten. „Ich beschäftige mich seit einem Jahr damit, das hat mich schon immer fasziniert“, sagt der passionierte Hobbyfotograf.

Hauptberuflich arbeitet der Göttinger in Hannover. Stadtmarketing und Tourismus sind seine Aufgaben dort. Der gebürtige Hildesheimer und studierte Geograf hat Göttingen zu seiner Wahlheimat gemacht, die Liebe zu seinem Wohnort ist in seinen Bildern zu sehen. „Göttingen ist eine schöne Stadt und bietet so viele schöne Motive“, schwärmt der Familienvater.

Der Kiessee aus der Vogelperspektive. Quelle: LARS GERHARDTS

Für seine neuen 360-Grad-Ansichten muss er viele Bilder von einem Motiv anfertigen, dafür wird die Kamera auf einen Panoramakopf auf dem Stativ befestigt. Jeweils für die obere und die untere Bildhälfte – beispielsweise der Halle im Alten Rathaus – fertigt Gerhardts dann jeweils etwa 14 Aufnahmen an, die später ein Panorama ergeben. „Die Anzahl der Fotos ist abhängig von der Brennweite des Objektivs“, sagt er. Später werden die einzelnen Bilder mit einer speziellen Software zum Panoramafoto zusammengefügt. In einem Göttingen City-Panorama hat Gerhardts zudem bestimmte Sehenswürdigkeiten markiert, über die man sich mit einem Mausklick informieren kann – beispielsweise über das Alte Rathaus, das Mahnmal der Synagoge, die Paulinerkirche oder die Jüdenstraße. So wird der virtuelle Stadtrundgang zu einem Rundum-Erlebnis. Das Stadt-Panorama hat er mit Hilfe einer Drohne erstellt, die er über der Stadt aufsteigen ließ. Die Auflagen für solche Bilder sind gesetzlich geregelt und unterliegen strengen Auflagen. Wenn Drohenbilder möglich sind, wie beispielsweise beim Leinehochwasser im vergangenen Jahr, macht es aber vielen Göttingern Freude, den Fluss einmal aus der Vogelperspektive zu sehen.

An Motiven mangelt es dem Fotografen nicht. „Das Fotografieren ist für mich der Ausgleich zum Job“, sagt er. Gerne schnappt er sich Stativ und Kamera und zieht in aller Frühe zum Kiessee – einem seiner Lieblingsmotive. Oder zu blauen Stunde, der Zeit, kurz bevor es dunkel wird, in die Innenstadt. „Ach, wenn ich schon 1000 Mal am Kiessee war, es gibt immer wieder neue Blickwinkel“, sagt Gerhardts.

Mehr auf:

www.facebook.com/goettingeninbildern

www.gerhardts-fotografie.de

Von Britta Bielefeld

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