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Göttingen Eine Welt ist zu wenig
Die Region Göttingen Eine Welt ist zu wenig
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21:18 07.05.2017
Von Christiane Böhm
Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Mit der kurzen, ansprechenden Tanzsequenz „Wolfszeit“ eröffneten Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) den Abend. Die Schüler des Kurses Darstellendes Spiel haben unter Leitung ihres Lehrers Claus Schlegel und der Tanzpädogagin Ulrike Grell Szenen zum Thema Wolfsein entwickelt. „Tiere“, so begründet Projektleiterin Cornelia Hildebrandt das Motto der Lesetage, hätten in der Literatur schon immer eine große Rolle gespielt. Empathie sei dabei eine wichtige Grundlage für die Mensch-Tier-Beziehung. „Und Empathie als Fähigkeit, sich in die Gefühle eines anderen Lebewesens hineinzuversetzen, ist ein wesentlicher Zugang zu Literatur“, so Hildebrandt.

Schülerlesetage in der Paulinerkirche eröffnet

Eingeladen vom Träger der Lesetage, dem Verein „Stadt der Lesenden Kinder“, sind in diesem Jahr die Autoren Antje Babendererde, Hans-Jürgen Feldhaus, Katja Reider, Angela Waidmann und Jutta Wilke. Babendererde schreibt für Jugendliche und wird ihren Krimi “ Der Kuss des Raben“ vorstellen.

Bei Feldhaus treffen sich ein türkischer Hund und ein Junge aus England in Deutschland und zwar ausgerechnet in Göttingen. „Zwei Checker, kein Plan“ ist der Titel des Comicromans. Waidmann liest aus ihren Pferdegeschichten, Wilke über Florentine das Zirkusschwein. Vierbeinige Detektive, verliebte Schweinchen und naschhafte Hasen bevölkern die Kinderbücher von Reider. 

Im Rahmenprogramm der Lesetage gibt es auch öffentliche Veranstaltungen, beispielsweise die Filme „Wendy - der Film“ und „Ernest und Celestine“ im Kino Lumière. Am Mittwoch, 17. Mai, werden die Schüler des THG ihre „Wolfszeit“ komplett aufführen. „Großwerden mit Tieren“ ist das Thema eines Erzählcafes mit Hortkindern und Bewohner des GDA-Wohnstifts am Mittwoch, 10. Mai.Nachdem Schüler der Weidenklasse der Montessorischule ein Sequenz zum Buch „Hier kommt Doktor Do“ von Reider vorgeführt haben, geben Wilke und Feldhaus bei der Eröffnung noch Kostproben ihres Könnens.

Wilke erklärt in einem kurzen Text, warum sie Kinderbücher schreibt. Immer wieder werde sie gefragt, ob sie auch mal ein richtiges Buch schreiben wolle. Für sie die falsche Frage. Es sollten immer Kinderbücher sein. Schon als Kind sei ihr eine Welt zu wenig gewesen. Über die Bücher habe sie andere Welten gesehen und entdeckt, die der Zauberer, der Feen, der Hexen beispielsweise. Jetzt sei sie zwar äußerlich groß, in ihr drin aber stecke noch das Kind. Und all die Türen in diese tollen anderen Welten seien noch da. „Mein Stift ist mein Zauberstab“, erklärt sie.Feldhaus schließlich  zeichnet unter der Anleitung der Kinder mit wenigen Strichen „den perfekten Hund“. Eine runde Schnauze soll er haben,  lange, weiche Ohren,  einen langem Schwanz. Es ist ein Mädchen beschließen die Kinder und hört auf den Namen Flaffy. 

Ein neues Maskottchen haben die Lesetage damit schon einmal. 

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