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Die Region Göttingen Göttingen kauft dritten mobilen Blitzer
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00:28 26.05.2018
Häufig im Einsatz: einer der neuen stationären Blitzer an der B27 in Weende. Quelle: Markus_Hartwig
Göttingen

Der Text in der gerade veröffentlichten Ausschreibung ist schlicht: „Lieferung einer mobilen Geschwindigkeitsüberwachungsanlage“. Fertigstellung beziehungsweise Lieferung: bis spätestens 30. September. Es ist ein echter Neukauf, kein Ersatz. Und es wird die dritte mobile Blitzanlage sein, die der Ordnungsdienst der Stadt dann einsetzen will, bestätigte Verwaltungssprecher Dominik Kimyon.

In seinem sogenannten Doppelhaushalt für die Jahre 2017/18 hat der Rat der Stadt dafür 195 000 Euro veranschlagt. Dort ist auch als eine zentrale Aufgabe und erklärtes „Ziel“ für den Stadtordnungsdienst festgehalten: „Durch stärkere Präsenz im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung soll eine weitere Minimierung der durchschnittlichen Geschwindigkeitsübertretung im Stadtgebiet erreicht werden.“ Zugleich solle die Lärmbelastung in der Stadt durch neue Anlagen reduziert werden. „Es geht um Gesundheit und Sicherheit“, betonte Kimyon auf die Frage nach den zu erwartenden Mehreinnahmen von ertappten Rasern.

2009 habe die Stadt zuletzt eine neue mobile Anlage gekauft, so Kimyon. Seit vergangenem November sind allerdings zwei neue gegenüberliegende stationäre Blitzsäulen an der B27/“An der Lutter“ in Betrieb. Etwa 192 000 Euro haben sie gekostet. Jede überwacht an der Einfahrt zu einem Supermarkt beide Spuren einer Fahrtrichtung der viel befahrenen Bundesstraße. Dafür waren im Haushalt zunächst nur 120 000 Euro eingeplant – aber nur für eine Anlage. Die Stadt hat dann nachgelegt und „für einen Schnäppchenpreis“ zwei Blitz-Säulen gekauft, die alle vier Fahrsputen in diesem Bereich erfassen.

Außer dieser neuen stationären Tempo-Messanlage mit Fotofalle gibt es drei weitere ältere Anlagen in der Stad: in Geismar an der Steinmetzkurve (stadteinwärts); an der B3 am Ortseingang von Groß Ellershausen (stadteinwärts); und in Roringen an der B27 (stadtauswärts). Hinzu kommen Blitzanlagen an Ampelkreuzungen zur sogenannten Rotlichtüberwachung.

Im vergangenen Jahr haben die städtischen Ordnungshüter nach einem Bericht von Januar mit ihren bisherigen mobilen Anlagen etwa 13 130 Autofahrer registriert, die zu schnell unterwegs waren – das waren 7,71 Prozent von 170 360 registrierten Fahrzeugen. Im Vorjahr betrug ihr Anteil 8,61 Prozent.

Die stationäre Geschwindigkeitsüberwachung einschließlich der neuen Anlagen „An der Lutter“ (seit 17. November) registrierten 2017 demnach 9093 Geschwindigkeitsübertretungen. 2016 wares es 7484. Hinzu kommen eigene Kontrollen der Polizei.

Gemessen an diesen Zahlen könnten sich die beiden neuen Anlage an der Lutter lohnen – verkehrserzieherisch und (durch Ordnungsstrafen) finanziell: Alleine hier sind nach Verwaltungsangaben seit vergangenem November bis vergangene Woche 6850 Verstöße gemessen worden. Überwiegend waren diese Tempoüberschreitungen – in 302 Fällen aber auch ein missachtetes Rotlicht.

Die städtischen Blitzer an Ampelkreuzungen registrierten im vergangenen Jahr 2774 Verstöße, 2016 waren es 3588. Die meisten Missachtungen roter Ampelsignale gab es mit 1272 Fällen stadtauswärts – ebenfalls – auf der B27/„An der Lutter“, obwohl diese Anlage wegen eines Umbaus nur bis Oktober in Betrieb war.

Unterdessen irritierten vier Meter hohe blaue Mautsäulen an der B27 viele Lkw- und Autofahrer. Sie halten die Zähltstationen des Lkw-Mautsystembetreibers Toll Collect ebenfalls für Blitzer und bremsen häufig unvermittelt ab. Tatsächlich registrieren diese Anlagen aber nur mautpflichtige Lkw.

Von Ulrich Schubert

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