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Göttingen Stadt soll 50 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer aufnehmen
Die Region Göttingen Stadt soll 50 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer aufnehmen
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18:01 06.08.2018
Mittelmeer: Zahlreiche Flüchtlinge, die auf Booten von Libyen aus nach Italien übersetzen wollten, werden während eines Rettungseinsatzes vor der libyschen Küste gerettet. Quelle: dpa
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Göttingen

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) solle dem Innenministerium in Hannover die entsprechende Bereitschaft der Stadt melden.

Wochenlang sei in diesem Sommer kein einziges Seenotrettungsboot ausgelaufen, Tausende Menschen seien im Mittelmeer ertrunken, erklärten die Fraktionen. Seenotrettung werde kriminalisiert, „die Werte des Humanismus stehen auf dem Spiel“. Europa könne es sich nicht leisten, das Leben von Menschen von der Aufnahmebereitschaft Maltas und Italiens abhängig zu machen, „wir alle sind gefordert“. Dabei werde die Rolle der Kommunen und der Zivilgesellschaft immer wichtiger.

Es gebe inzwischen einige Städte, die sich der europäischen Abschottungspolitik mit vorbildlichem Engagement entgegenstellten, hieß es weiter. So habe sich Valencia (Spanien) im Juli bereiterklärt, mehr als 600 Gerettete der „Aquarius“ aufzunehmen. Andere Städte wie Barcelona, Palermo oder Neapel hätten sich ebenfalls angeboten: „Und auch der Stadt Göttingen steht es gut an, wenn wir uns öffentlich dazu bekennen, dem Sterben im Mittelmeer nicht teilnahmslos zuzusehen und einen kleinen Beitrag gegen das Elend zu leisten.“

Von epd

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