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22:32 20.09.2009
„Talk, Rock & Politics“: Viele Jugendliche interessieren sich für die Aussagen der Politiker. Quelle: Peter Heller
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Wahlgewinner nach der Podiumsdiskussion „Talk, Rock & Politics“ des Stadtjugenringes Göttingen sind mit großem Vorsprung die Grünen. Im zweiten Wahlgang, nachdem die Vertreter der Parteien über Themen wie Afghanistan oder Europa diskutiert hatten, stimmten 53,3 Prozent der Jugendlichen für Bündnis 90 / Die Grünen. Im ersten Wahlgang vor der Diskussion waren es 49,1 Prozent. Die SPD kam am Ende auf 15 Prozent bei zuvor 11,4 Prozent. Die CDU sackte von 10,2 Prozent leicht auf 9 Prozent ab. Die FDP legte hingegen leicht von 9 Prozent auf 9,6 Prozent zu. Kräftig verloren hat die Linke: Sie startete bei 10,2 Prozent und landete schließlich bei 6,6 Prozent. Der Stimmenanteil für die sonstigen Parteien fiel von 6,6 Prozent auf 4,2 Prozent. Der Nichtwähleranteil halbierte sich von 1,2 auf 0,6 Prozent.
Knappe Ergebnisse
Bereits am Freitag waren bundesweit Schüler aufgerufen, sich an der Jugendwahl U18, die der Berliner Landesjugendring ins Leben gerufen hat, zu beteiligen. 849 gaben dabei ihre Stimme im Göttinger Wahllokal der Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS) ab. Wahlgewinner auch hier die Grünen. Sie kamen auf 39,64 Prozent. Gefolgt von der SPD mit 17,07 Prozent. Drittstärkste Kraft wurde die Piratenpartei mit 14,52 Prozent, gefolgt von den Linken mit 9,88 Prozent. Die Tierschutzpartei vereinigt 9,17 Prozent auf sich. Erst dann kommen die niedersächsischen Regierungsparteien. Die CDU mit 4,17 Prozent und die FDP mit 2,98 Prozent. Die sonstigen Parteien kommen auf 5,61 Prozent.
Anders als im Wahllokal an der IGS hätte es in Niedersachsen insgesamt keinen klaren Sieger gegeben: Hier lag die SPD bei der Wahl der Jugendlichen mit knapp 22 Prozent vor den Grünen, die auf 21,3 Prozent kamen. Die Union erreichte 19,1 Prozent der Stimmen. Die Piraten rangieren mit 10,2 Prozent ebenso vor der FDP (7,5 Prozent) wie die Tierschutzpartei mit 8,2 Prozent. Die Linke erreichte in Niedersachsen knapp 7,2 Prozent.Bundesweit ist es ähnlich knapp: Nach dem vorläufigen Endergebnis kam die SPD auf 20,4 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 19,9 und der CDU/CSU mit 19,3 Prozent. Die Linke erreichte 10,4 Prozent, die Piratenpartei 8,7 Prozent. Für die FDP gaben 7,6 Prozent der minderjährigen Wähler ihre Stimme ab.
Die Initiative U18 hatte am Freitag allen Mädchen und Jungen unter 18 Jahren die Möglichkeit geboten, in einem von 1125 Wahllokalen eine Wahlentscheidung zu treffen. Insgesamt beteiligten sich rund 125 000 Minderjährige.

Von Michael Brakemeier

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