Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Dominik Kimyon tritt Johannson-Nachfolge an
Die Region Göttingen Dominik Kimyon tritt Johannson-Nachfolge an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 11.04.2018
Dominik Kimyon, der neue Verwaltungssprecher und Johannson-Nachfolger. Quelle: Niklas Richter
Anzeige
Göttingen

„Öffentlichkeitsarbeiter müssen heute Allrounder sein“, sagt Kimyon. Eben diese ausgesprochene Vielseitigkeit bringt der 42-Jährige mit. Das spiegelt nicht nur sein beruflicher Werdegang wider. Auch in seiner Freizeit hat Kimyon vielfältige Interessen.

Geboren in Duderstadt, wuchs er dann unweit der Stadt Göttingen im nordhessischen Witzenhausen auf. „Nähe und Verbundenheit zu Göttingen waren immer da“, betont Kimyon. Anfang 20 zog er dann in die Unistadt, auch wenn er dienstlich in Nordhessen tätig war. Nach einem Fachhochschul-Studium in Kassel war er in der nordhessischen Stadt bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau angestellt.

„Ich bemerkte dann aber doch recht schnell, dass ich noch etwas anderes ausprobieren muss“, umschreibt Kimyon seinen Weg an die Georg-August-Universität. Mitte 20 sei er gewesen, als er das Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaft in Göttingen aufgenommen hat. Während seiner Zeit als Göttinger Student habe er bereits in die Öffentlichkeitsarbeit im Neuen Rathaus bei Detlef Johannson hineingeschnuppert.

Nach seinem Magister-Abschluss stand dann allerdings eine weitere Zwischenstation an. Für eine kleine Medienagentur tätig, setzte er die Heimspiel-Kampagne um. „2008 bin ich dann ins Niedersächsische Sozialministerium nach Hannover gewechselt. Es hat gepasst, denn bei der Agentur war es meine Hauptaufgabe, Verwaltungsthemen bürgernah und informativ aufzuarbeiten“, sagt Kimyon. Zu Beginn sei er klassisch für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich gewesen. Wenig später war er dann aber schon einer der Sprecher des Ministeriums.

In seiner Freizeit ist Kimyon durchaus künstlerisch aktiv. Jüngst ist der begeisterte Maler und Fotograf unter die Autoren gegangen. Unter dem Titel „Stallgeruch“ ist sein Debüt-Roman erschienen. Als bekennender Fan von Bestseller-Autor Henning Mankell lag es natürlich nahe, dass es ein Krimi wird. „Es war ein lang gehegter Wunsch, einen Krimi zu schreiben. Es hat enormen Spaß gemacht, die eigene Fantasie auf Hochtouren zu bringen und eine eigene Welt zu schaffen. Aktuell arbeite ich an Krimi Nummer zwei“, sagt Kimyon. Der neue Stadtsprecher hat eben mehr als eine Idee.

Einfach näher am Menschen

Sie wechseln als Sprecher des Niedersächsischen Sozialministeriums nach Göttingen. Was macht die Stelle als Göttingens Verwaltungssprecher für Sie so attraktiv?

Mich begeistert, Pressearbeit im Spannungsfeld von Verwaltung und Öffentlichkeit zu gestalten. Besonders gefällt mir, dass die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt – anders als bei einem Landesministerium – einfach näher am Menschen’ ist.

40 Jahre lang hat Ihr Vorgänger Detlef Johannson diesen Job gemacht und hinterlässt große Fußstapfen. Wie gehen Sie damit um?

Detlef Johannson hat die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt über Jahrzehnte geprägt. Vor dieser Leistung habe ich den allergrößten Respekt.

Was muss moderne Öffentlichkeitsarbeit Ihrer Meinung nach heute leisten und welche Aufgabenfelder wollen Sie in Göttingen als erstes angehen?

Öffentlichkeitsarbeiter müssen heute Allrounder sein. Ob klassische Pressearbeit, oder social media – es gilt, die Kommunikationskanäle zu den verschiedenen Zielgruppen der Stadtverwaltung mit Informationen zu versorgen beziehungsweise solche Kanäle bei Bedarf zu etablieren. Eine enge Verknüpfung zum Stadtmarketing halte ich ebenfalls für sehr geboten.

Welche Ziele haben Sie sich in Göttingen gesetzt?

Ich möchte dazu beitragen, dass das Verwaltungshandeln der Stadt transparenter wird. Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Thema Bürgerbeteiligung. Den angefangenen Beteiligungsprozess möchte ich intensivieren. Göttingen ist auch eine Kongress- und Universitätsstadt. Das muss sich zum Beispiel durch Mehrsprachigkeit auf der Webseite der Stadt widerspiegeln.

Von Mark Bambey

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Göttinger Musikschule „Musi-Kuss“ hat einen Citroën-Berlingo bekommen. 32 Sponsoren haben sich an der Spende beteiligt, die die Firma „Pro-Humanis“ organisiert hat.

11.04.2018

Zu einer eher ungewöhnlichen Jagd ist am Sonnabendnachmittag die Freiwillige Feuerwehr Seulingen gerufen worden. Zwischen Waake und Ebergötzen waren zwei Nandus entlaufen, die den Verkehr auf der B 27 gefährdeten. Eines der Tiere ist noch auf der Flucht.

11.04.2018

Die Martin-Luther-King-Schule (MLK) in Göttingen-Geismar kämpft um ihre Existenz. Eigentlich sollte sie schon bald geschlossen werden, jetzt hat sie einen Antrag auf „Bestandsschutz“ bis zum Schuljahr 2017/28 gestellt. Dabei wird sie vor allem von den Eltern unterstützt.

10.04.2018
Anzeige