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Göttingen Göttinger Energiewende: So steht’s ums Klima
Die Region Göttingen Göttinger Energiewende: So steht’s ums Klima
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16:47 18.02.2013
Auschnitt aus der Grafik zur Göttinger Energiewende. Die gesamte Grafik finden Sie als Download im Artikel. Quelle: NE
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Göttingen

Der Landkreis startet jetzt mit der Arbeit an einem Klimaschutzkonzept. Mit Bürgern sollen sowohl für den Landkreis als auch in jeder Gemeinde Wege ausgelotet und Ideen entwickelt werden, wie das ambitionierte Ziel zu erreichen ist. Bereits im Dezember 2010 beschloss der Kreistag, auf einen energieautarken Landkreis zu setzen. 

Bis 2025 soll mehr als die Hälfte des im Landkreis verbrauchten Stroms und der benötigten Wärme aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Dieser Anteil soll bis 2040 auf 100 Prozent steigen. Gleichzeitig soll Energie eingespart und die Nutzung effizienter werden, etwa durch Wärmedämmung und intelligente Netze.

Flächen für zusätzliche Windräder

Ohne einen Ausbau von Stromnetzen und der Windenergie wird es vermutlich nicht gehen. In fast allen Gemeinden und der Stadt Göttingen wird derzeit schon an Änderungen der Flächennutzungspläne gearbeitet. Flächen für zusätzliche Windräder sollen ausgewiesen werden. In kurzer Zeit entstanden allerdings bereits zahlreiche Bürgerinitiativen, die gegen aus ihrer Sicht zu geringe Abstände zu Wohngebieten protestieren.

In den vergangenen Jahren wurden im Kreisgebiet 21 Windräder errichtet.  Die Windkraft Diemarden Gesellschaft begann im November bei Bischhausen mit dem Bau der ersten drei modernen Drei-Megawatt-Anlagen mit einer Nabenhöhe von 135 Metern für rund 14 Millionen Euro. Zwei alte Windräder bei Diemarden mit 40 und 50 Meter Nabenhöhe wurden abgebaut.

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GT_Klima_Grafik.pdf (302,2 kB)

Im Februar laufen Informations- und Auftaktveranstaltungen in elf Kreiskommunen. Für die Stadt Göttingen gibt es bereits ein Klimaschutzkonzept. Im März sollen Facharbeitsgruppen auf Kreisebene mit der Arbeit beginnen. Ziel des Landkreises ist, ein Maßnahmekatalog bis zum August zu entwickeln. Begleitet wird der Prozess durch die Arbeitsgemeinschaft Mensch und Region, Geo-Net und Siepe aus Hannover.

Erste Ergebnisse von CO2- und Energiebilanzen liegen mittlerweile vor. Sie sollen auch für jede Gemeinde vorgelegt werden. Auf diese wird das  Klimaschutzkonzept aufbauen. So zeigt sich beispielsweise, dass die Hälfte der Energie im Landkreis für Mobilität und Verkehr verbraucht wird – im ländlichen Raum mit vielen Pendlern und wenig Industrie nicht überraschend.

Viele Aktivitäten zur Energiewende

Im Landkreis gibt es bereits viele Aktivitäten zur Energiewende und zum Klimaschutz. In der kleinen Gemeinde Jühnde mit den Bioenergiedörfern Jühnde und Barlissen wird bereits mehr Strom aus regenerativer Energie gewonnen als verbraucht. Es gibt eine Energieagentur, und der Landkreis legte ein bislang allerdings noch wenig genutztes Förderprogramm zur Altbausanierung auf.

„Wir wollen ein ambitioniertes Projekt anpacken“, sagte Landrat Bernhard Reuter (SPD) bei der Auftaktveranstaltung im Kreishaus. Es koste Geld, aber wer es unterlasse, zahle langfristig noch mehr Geld. „Ökonomische und soziale Gründe sprechen dafür, jetzt die Energiewende umzusetzen.“

Beim Landkreis ist der Klimaschutzbeauftragte Patrik Nestler für das Vorhaben und Fragen zum Klimaschutz zuständig. Weitere Informationen gibt es im Internet unter landkreisgoettingen.de unter dem Link „Klimaschutzkonzept“ in der rechten Menüseite.

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