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Göttingen „Rauchmelder-Pflicht bewährt sich“
Die Region Göttingen „Rauchmelder-Pflicht bewährt sich“
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00:18 12.01.2017
Ein Großfeuer in einer Kompostanlage hat die Feuerwehr 2016 mehrere Tage beschäftigt. Quelle: R
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Göttingen

Diese Zahlen überraschen auch Profi Schäfer: 70mal sei die Göttinger Feuerwehr im vergangenen Jahr gerufen worden, weil in einem Haus ein Rauchwarnmelder angeschlagen habe. „Und in 51 Prozent der Fälle waren es echte Brände“, so Schäfer. In den meisten Fällen seien die Bewohner eingeschlafen, während Essen auf dem Herd oder etwas anderes unbeaufsichtigt zu heiß wurde, ergänzte Feuerwehrsprecher Frank Gloth. Informiert werde die Feuerwehr in solchen Fällen dann oft von Nachbarn oder Passanten, die den lauten Piep-Ton des Melders hören. „Und das deutlich früher als bei Bränden, die ohne Melder erst Minuten später entdeckt würden“, betonte Schäfer. Sein Fazit: „Die Pflicht, Rauchwarnmelder zu installieren, hat sich bewährt.“

Unabhängig davon sei die Feuerwehr in Göttingen im vergangenen Jahr etwa 850 sogenannte Brandeinsätze gefahren - „kaum mehr als im Vorjahr“. Bei etwa 300 der Einsätze seien die Freiwilligen Feuerwehren beteiligt gewesen. Allerdings war die Zahl der Brandeinsätze von 707 im Jahr 2014 erst 2015 auf 816 im Jahr gestiegen.

Hinzu kamen laut Feuerwehrchef im vergangenen Jahr etwa 2000 sogenannte Hilfeleistungen - von gefluteten Kellern bis zur Ölspur nach einem Unfall. „Der Spektakulärste darunter aber war sicher die Befreiung eines Schafbockes aus einem verschlossenen Auto“, erinnert sich Schäfer.

Als spektakuläre Großeinsätze sieht Gloth ein Feuer im Göttinger Kompostwerk im vergangenen August - gefolgt von einem Feuer in einer Schrebergartenkolonie und einem Dachstuhlbrand im September. „Drei Großereignisse in vier Wochen - das ist ungewöhnlich“. Bemerkenswert sei auch ein Unfall im Mai, als in einer Firma in Grone ein gefährlicher Stoff freigesetzt worden war und 24 Beschäftigte vorsorglich medizinisch betreut werden mussten.

Rettungsdienstschule als Erfolgsmodell

Als ein Erfolgsmodell entwickelt sich die Rettungsdienstschule der Berufsfeuerwehr (BF) Göttingen. Dort werden inzwischen Notfall- und Rettungssanitäter von Berufsfeuerwehren in Cuxhaven, Hildesheim, Salzgitter, Wolfsburg und Braunschweig sowie diversen Hilfsorganisationen ausgebildet.

Seit Gründung der Schule seien mehr als 500 Rettungssanitäter in Göttingen ausgebildet worden, „und es werden immer mehr“, sagte BF-Leiter Martin Schäfer. Im ehemaligen Kreiswehrersatzamt belege die Schule inzwischen eine ganze Etage. Dabei sei sie ab 1995 zunächst nur für die Qualifizierung eigener Mitarbeiter eingerichtet worden. Besonders gefreut habe ihn, dass jetzt auch die Stadt Göttingen drei Auszubildende für den Rettungsdienst eingestellt habe. Drei Jahre dauert laut Schäfer die Ausbildung zum Notfallsanitäter, Weiterbildungskurse kürzer. Unterrichtet würden die Schüler von Mitarbeitern der BF und Fachleuten aus der Göttinger Uni-Klinik – „und das mit besonders hohem Praxisanteil“, sagte Schäfer. „Erfahrene Ausbilder haben wir in den eigenen Reihen ausreichend“, fügte er an, problematischer sei die Unterbringung der auswärtigen Schüler während ihrer Göttinger Lerneinheit.

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