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Göttingen Parkinson, Genetik und Umweltgifte
Die Region Göttingen Parkinson, Genetik und Umweltgifte
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00:17 19.01.2017
Von Peter Krüger-Lenz
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Die Parkinson’sche Krankheit betrifft Millionen Menschen weltweit. Bisher verfügbare Therapien behandeln nur Symptome, über die eigentlichen Ursachen der Erkrankung ist noch wenig bekannt. Göttinger Wissenschaftler sind der Lösung jetzt einen Schritt näher gekommen.

Die Erkrankung tritt zu einem sehr hohen Prozentsatz spontan auf. Nur fünf bis 20 Prozent aller Fälle sind genetisch bedingt. Die vererbbare Form der Krankheit basiert auf genetischen Veränderungen in dem Gen, das für das Protein alpha-Synuklein kodiert. Das Risiko an Parkinson zu erkranken, steigt grundsätzlich mit zunehmenden Alter, gipfelt allerdings zwischen dem 58. und 62. Lebensjahr. Inzwischen stehen auch einige Umweltfaktoren, wie Pestizide oder Metalle, in Verdacht, das Erkrankungsrisiko zu erhöhen.

Das Zusammenspiel von genetischen Mutationen des Proteins und der Auswirkung einer Exposition verschiedener Metalle haben nun Wissenschaftler des Göttinger Exzellenzclusters und des DFG-Forschungszentrums für Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns (CNMPB) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) in Zusammenarbeit mit weiteren nationalen und internationalen Instituten genauer untersucht.

Die Wissenschaftler entdeckten, dass Kupfer die Aggregatbildung des Synuklein signifikant verändert. Die neuen Forschungsergebnisse legen nahe, dass Synuklein-Aggregate, anders als bisher vermutet, nicht die ursprüngliche Ursache der Neurotoxizität sind, die zum Absterben von Nervenzellen führt. Diese Erkenntnis eröffnet völlig neue Perspektiven für therapeutische Ansätze. Die Forschungsergebnisse sind in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America” (PNAS) veröffentlicht.

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