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Göttingen Friedenspreis für Konstantin Wecker
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15:38 08.03.2018
Konstantin Wecker und die Redaktion der Zeitschrift Wissenschaft&Frieden werden ausgezeichnet Quelle: r
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Göttingen

Der Göttinger Friedenspreis wird in diesem Jahr zum 20. Mal verliehen. Er geht in diesem Jahr an den Liedermacher Konstantin Wecker und an die Redaktion der Zeitschrift „Wissenschaft und Frieden (W&F)”.

Der Friedenspreis wird von der „Stiftung Dr. Roland Röhl“ vergeben. Zweck der Stiftung ist nach Angaben der Organisation „die Förderung der Konflikt- und Friedensforschung”. Der Stiftungszweck wird verwirklicht durch die jährliche Verleihung des Göttinger Friedenspreises, verbunden mit einer Geldprämie. Gewürdigt werden Menschen, die sich durch grundlegende wissenschaftliche Arbeit oder durch herausragenden praktischen Einsatz um den Frieden besonders verdient gemacht haben. Die Stiftung wurde auf Wunsch des Chemikers und Wissenschaftsjournalisten Roland Röhl errichtet, der 1997 starb. Die Stiftung ist seit 1998 in seinem Sinne tätig. Im Kuratorium der Stiftung sind heute Universitätspräsidentin Prof.Ulrike Beisiegel, Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und Prof. Götz Neuneck vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg tätig.

Die Jury besteht aus Andreas Zumach (Journalist aus Genf), Ernst Kuper (Professor aus Oldenburg), Wolfgang Vogt (Professor aus Schwerin) und Christine M. Merkel (Fachbereichsleiterin, Deutsche UNESCO-Kommission aus Köln). Die Jury hat sich in diesem Jahr für zwei Preisträger entschieden. Der bayerische Liedermacher, so die Jury, engagiere sich in all den Jahren seiner künstlerischen Karriere auch politisch und setze sich in vielen seiner Lieder mit dem politischen Tagesgeschehen auseinander. „Er gibt Konzerte gegen rechte Gewalt, empört sich über Donald Trump, Erdogan und le Pen und ist in der Flüchtlingshilfe aktiv”, so die Jury. Wecker ist zudem Ehrenvorsitzender der Göttinger Menschenrechtsorganisation „Initiative für eine humane Welt.“ ,die einen Beitrag leisten will „zur Entwicklung einer ökologischen und sozialen, demokratischen und friedensfähigen Gesellschaft“.

Zweiter Preisträger ist die Redaktion der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift W&F. Sie ist eine interdisziplinäre Wissenschaftszeitschrift für Friedensforschung, Friedenspolitik und Friedensbewegung.Das Blatt erscheint seit 1983 und publiziert zu friedenspolitischen, militärstrategischen und rüstungstechnischen Fragen aus wissenschaftlicher Sicht. Die Autoren untersuchen Gewaltursachen und -verhältnisse, beziehen Position zur Verantwortung der Wissenschaft und thematisieren Wege und Möglichkeiten zur zivilen Konfliktlösung, zur Wahrung der Menschenrechte und zur Zukunftssicherung.

„Beide Preisträger treten über viele Jahre durch Nutzung unterschiedlicher Medien, Mittel und Wege – musikalischen und poetischen, wissenschaftlichen und publizistischen – gleichermaßen engagiert, kompetent und konsequent mit gesellschaftspolitischem Impetus für die Entwicklung, Gestaltung und Erhaltung von Frieden und Menschenrechten ein”, so die Jury der Stiftung. „Durch ihr jahrzehntelanges Wirken haben sie mit nicht nachlassender Energie gewichtige öffentliche Zeichen gegen Krieg, Gewalt und Not, Ignoranz und Extremismus jedweder Art gesetzt.“

Vor 35 Jahren ist W&F zum ersten Mal erschienen. Seitdem macht das Blatt Ergebnisse aus Friedensforschung und -wissenschaft öffentlich. Mit mehr als 2.500 Artikeln von Autoren mehr als 30 Ländern hat sich W&F als eine Quelle für friedenspolitische Informationen etabliert. „Die Preisverleihung ist für uns eine Ermutigung, die bisherigen Inhalte und Formen weiter zu entwickeln und auch in Zukunft mit Nachdruck für Frieden einzutreten“, so die Redaktion.

Die Auszeichnung wird am Sonnabend, 10. März, um 11 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz verleihen.

Von Britta Bielefeld

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