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Göttingen Göttinger Innenstadt: Feuerwehr rettet verirrten Dachs
Die Region Göttingen Göttinger Innenstadt: Feuerwehr rettet verirrten Dachs
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00:16 07.02.2013
Zielsicher: Stefan Hamel von der Berufsfeuerwehr Göttingen betäubt den Dachs mithilfe eines Gewehrs. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Das Tier hatte sich am Heu für die Katze bedient und es sich damit in einem alten Schuppen gemütlich gemacht. Da schlief es nun selig.

Zuvor aber hatte der Dachs ordentlich gewütet in dem Hinterhof an der Kurzen Geismarstraße, der zum Wall hinaus liegt. „Blumentöpfe lagen überall herum, sogar Fahrräder hat er umgeschmissen“, berichtet Klante. „Das habe ich noch nie erlebt. Es war schon ein bisschen unheimlich, aber auch irgendwie spannend“.

Klante meldete ihren ungewöhnlichen Gast dem Göttinger Naturschutzbund. „Es kam auch jemand vorbei, aber der wusste auch nicht, was er machen soll“, erzählt sie. Also rief die Anwohnerin die Feuerwehr. Und die kam nicht nur vorbei, sie half auch. Der gut 15 Kilogramm schwere Dachs, der sich nicht selbst befreien konnte und sich daher in einer Notsituation befunden habe, sei mithilfe eines Gewehrs vorsichtig betäubt worden, sagt Dietmar Gloth, Wachabteilungsleiter bei der Berufsfeuerwehr Göttingen.

Das sei nötig gewesen, weil ein Dachs mit seinen scharfen Zähnen und Klauen einem Menschen durchaus gefährlich werden könne. Weder den Einsatzkräften noch dem Tier sei aber etwas passiert. Anschließend habe man den Dachs in Absprache mit dem Forstamt im Stadtwald ausgesetzt.

„Er ist putzmunter aus seinem Käfig rausgelaufen“, so Gloth. „Es ist nicht unnatürlich, dass sich ein Dachs auch mal in der Nähe von Wohnhäusern in der Stadt aufhält“, sagt Ernst-Friedrich Wille, Vertreter des Kreisjägermeisters. Über den Zeitpunkt sei er aber doch schon sehr verwundert.

„Denn der Dachs hat sich ganz viel Speck angefressen und hält derzeit eigentlich Winterruhe“, erklärt Wille. „Dass der jetzt so aktiv ist, ist schon ungewöhnlich. Er muss durch irgendetwas gestört worden sein.“ Der Naturschutzbund habe ihn über den Dachs in dem Göttinger Hinterhof informiert, aber, so Wille: „Jagdlich gesehen ist jetzt Schonzeit“. Daher dürfe man den Dachs nur fangen. Und das habe die Feuerwehr dann ja auch getan.

„Gott sei Dank“, sagt Finderin Klante. „Ich hoffe jetzt auf eine ruhige Nacht. Hoffentlich verirrt sich nie wieder ein Dachs in unserem Garten. Das war alles schon sehr aufregend.“

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