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Göttingen Göttinger Jäger schießen weniger Krähen
Die Region Göttingen Göttinger Jäger schießen weniger Krähen
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00:27 22.03.2015
Quelle: EF
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Göttingen

Beispielsweise für Gernot Schucht aus Bovenden. Im Februar hat er beobachtet, wie Jäger Vogelattrappen auf den Feldern nahe des Kompostwerkes am Königsbühl aufstellten und aus einem getarnten Verschlag heraus mit Schrot auf schossen. Tot oder noch mit den Flügeln schlagend fielen sie vom Himmel. Mehr als 100 Krähen, klagt Schucht, waren es an einem Tag.

Zu wenige, finden viele andere Naturschützer, die lieber Singvögel, vor allem Bodenbrüter, besser geschützt sähen. Rabenkrähen und auch Elstern zu bejagen, sagt auch Kreisjägermeister Alfred Ballhausen, sei dringend nötig, um Bodenbrüter, aber auch die Junghasen und vor allem Entengelege zu schützen.  Deshalb müsse Jahr für Jahr eine von der unteren Jagdbehörde vorgegebene Anzahl geschossen werden. Krähen und Elstern unterliegen schließlich dem Jagdgesetz, es gebe eine Abschusssliste. Bis zum Ende der Schonzeit am 20. Februar (danach brüten die Vögel selber) sei dieser „Jagdschutz zu Gunsten anderer Tierarten zu erfüllen“.

Konkret waren das in beiden Jägerschaften im Kreisgebiet im Jagdjahr 2014/15 genau 1491 Rabenkrähen und 346 Elstern. Bei  Elstern wurden in den letzten 13 Jahren noch nie so wenige geschossen. In den Vorjahren waren es 359 und sogar 496. Auch bei den Krähen wurden seit sechs Jahren nie so wenige getötet. 2013/14 waren es 1966, 2010/11 sogar mehr als 2400. Und tatsächlich, so räumt ein Jäger hinter vorgehaltener Hand ein, wurde das Soll in vielen Revieren auch erst im Februar auf den letzten Drücker erfüllt.

Im Winter konzentriere sich der Jäger lieber auf Jagd als auf Jagsschutz.

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