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Göttingen Göttinger Kinderarzt ein Kinderschänder?
Die Region Göttingen Göttinger Kinderarzt ein Kinderschänder?
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19:31 16.04.2013
In Göttingen wurde gegen einen Mediziner Anklage wegen Sex mit 13-Jähriger erhoben. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Göttingen

Weil er in den vergangenen 14 Jahren überwiegend im Ausland, speziell in Ostasien, gelebt hat, sind Staatsanwaltschaft und Gericht von Fluchtgefahr ausgegangen, so dass der Angeklagte in Haft genommen wurde. Voraussichtlich Ende Mai (möglicherweise am 28. Mai) soll gegen ihn verhandelt werden.

Missbrauch durch Geschlechtsverkehr

Angeklagt bei der Jugendschutzkammer des Landgerichts Göttingen sind 21 Taten, darunter sieben Fälle des einfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Betatschen, sechs Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs durch Geschlechtsverkehr sowie acht Fälle, in denen er dem Kind pornografische Darstellungen, Abbildungen und Filme gezeigt oder als E-Mail zugesandt haben soll. Das teilte die Staatsanwaltschaft Göttingen auf Tageblatt-Anfrage mit.

Die Mails waren es auch, die die verbotene Beziehung auffliegen ließen. Eine Zeugin war auf die sexuellen Darstellungen aufmerksam geworden, hatte Verdacht geschöpft und die Behörden eingeschaltet.

Wechselnde Orte im Freien

Bei den sexuellen Aktivitäten zwischen dem 55-Jährigen und der 13-Jährigen soll es jeweils um einvernehmliches Handeln gegangen sein. Zu Geschlechtsverkehr sei es laut Anklage erst in den letzten sechs Fällen gekommen. Die Tatorte liegen im ganzen Landkreisgebiet. Der früher als Kinderarzt tätige Mediziner, der in Deutschland aber schon seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr praktiziert, soll sein Opfer bei seinen Besuchen in Göttingen im privaten Umfeld beim Ausführen eines Hundes kennengelernt haben. Danach habe man sich bis Dezember 2011 an wechselnden Orten im Freien getroffen, wo es zu den Taten kam.

Mediziner verweigert Mitarbeit

Die Staatsanwaltschaft hat die Anklage Ende März erhoben. Die Jugendschutzkammer des Landgerichts Göttingen, so bestätigt eine Sprecherin des Gerichts auf Anfrage, hat ein Gutachten zur Feststellung der Schuldfähigkeit des Angeklagten in Auftrag gegeben. Dem Vernehmen nach soll der Mediziner sich einer Mitarbeit jedoch völlig verweigern.

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