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Göttingen „Super Ernte“ für Hobbygärtner
Die Region Göttingen „Super Ernte“ für Hobbygärtner
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17:35 08.08.2018
Die Beerenernte in diesem Jahr war gut. Quelle: dpa
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Göttingen

Durch die Rekordtemperaturen der vergangenen Wochen haben viele Bauern mit wegbrechenden Ernteerträgen zu kämpfen. Besser haben es da die Kleingartenvereine, in denen die Hobbygärtner selber entscheiden können, wie viel sie Pflanzen und Bäume bewässern. Doch kann sich der fehlende Regen auch dort auf die Ernte auswirken, wie zum Beispiel im Kleingartenverein „Am Lohberg“.

„Dieses Jahr ist es dramatisch“, sagt Josef Hilker, Vorsitzender des Vereins. Es sei das erste Mal, dass das Wetter so starke Auswirkungen auf die Arbeit der Kleingärtner habe. Alle klagten über die Hitze. Die Früchte seien sechs bis acht Wochen früher reif geworden und auch wenn die Ernte des Beerenobstes wie Johannis- und Himbeeren, reichlich ausgefallen ist, sehe es bei den Kartoffeln, Kirschen und Äpfeln eher düster aus. Die Kirschen seien erst gut angegangen, dann aber schnell am Baum verschimmelt. Von der Apfelernte erwartet Hilker auch keine großen Mengen. Die Früchte seien zahlreich, aber säßen zu dicht bei einander, erzählt er. Auch Blumen und Salat könnten die Hitze gar nicht gut ab. Es werde zwar viel gegossen, sodass Hilker sich in diesem Jahr auf eine deutlich höhere Wasserrechnung einstellt, doch auch durch das stete Gießen könne den fehlenden Regen nicht kompensiert werden.

Im Kleingartenverein „An der langen Bünde“ hingegen freuen sich die Hobbygärtner über eine „super Ernte“, erzählt der zweite Vorsitzende, Jürgen Goldmann. „Die Obstbäume brechen beinahe zusammen.“ Zu verdanken sei der üppige Ertrag der ausgiebigen Bewässerung durch die Vereinsmitglieder, viele hätten eine Pumpe oder große Wassertonnen.

Viele Tomaten, Gurken, Zwetschen und Äpfel haben die Mitglieder im Kleingartenverein Nikolausberg geerntet, obwohl Bienen und Wespen vermehrt die Äpfel angestochen haben, sodass sie verfault seien, berichtet Vorsitzender Josef Hemetsberger. Wenn die Äpfel dann herunterfallen, sei das ein Zeichen dafür, „dass der Baum sich wehrt“ – ein eindeutiger Hinweis auf das fehlende Wasser. Wie viel die Gärtner wässern möchten, entscheide jeder selbst, da alle Gärten über einen eigenen Wasseranschluss verfügten.

Nicht ganz so gut gewachsen seien die Bohnen, doch viel schlechter sehe es bei den Kürbissen aus. Wie die Zwiebeln auch seien sie schlecht gediehen und ganz klein geblieben. Trotzdem, alles in allem falle die Ernte reichlich aus, sagt Hemetsberger.

Vorsitzender Manfred Schulz, bestätigt, dass auch im Kleingartenverein „Am Rohns“ die Früchte wegen des Wassermangels eher klein ausfallen. Dafür allerdings seien sie gut im Geschmack und die Ernte reichlich. Die Arbeiten im Garten musste er anders verteilen als sonst, zum Beispiel das Rasenmähen habe er sich schnell geschenkt, erzählt Schulz und lacht. Dafür habe er mehr gegossen und die Erde aufgelockert. Doch darauf stelle man sich schnell ein. „Es ist ja zum Glück nicht unser Broterwerb, deshalb ist es schön, wenn was kommt, und wenn nicht, dann ist das auch nicht so tragisch.“

Von Nora Garben

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