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Göttingen Göttinger Knabenchor zu Gast in Japan
Die Region Göttingen Göttinger Knabenchor zu Gast in Japan
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10:51 14.02.2018
Die Sänger des Göttinger Knabenchors bereiten sich auf ihre Reise nach Japan vor. Quelle: Damm / r
Göttingen

Erklärtes Ziel der Reise sei es, nicht von einem Aufführungsort zum nächsten zu hetzen, sondern den Sängern ein umfassendes kulturelles Erlebnis zu ermöglichen, erklärt Michael Krause. Unter seiner Leitung treten die Jungen unter anderem in Tokushima, Hiroshima, Kyoto und Tokyo auf. Viele Konzertorte seien durch die guten Kontakte des Chors nach Japan entstanden, erläutert Brigitte Schur vom Organisationsteam, die „mit einem unglaublich großen Zeitaufwand“ die Reise bis ins Detail geplant hat, wie Krause sagt. Als musikalischer Botschafter der Stadt Göttingen wolle der Chor nun eine völlig neue Erfahrung machen – unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft in Tokyo sowie des Deutschen Generalkonsulats in Osaka / Kobe. Zudem sei der Göttinger Knabenchor als offizieller Vertreter Niedersachsens unterwegs, denn zwischen dem Bundesland und der Präfektur Tokushima bestehe seit 2007 eine Partnerschaft zur Förderung der Bereiche Bildung, Kultur, Sport und Wirtschaft. Auch der ehemalige Göttinger Student Takahisa Yamamoto soll an der Reise teilnehmen – einerseits, um als Dolmetscher für einen reibungslosen Kommunikationsablauf zu sorgen, und andererseits, weil er ein großer Fan des Knabenchors sei.

Per Crowdfunding-Kampagne konnte der Knabenchor 12000 Euro für die Konzertreise einnehmen. Das Echo der Spender sei sehr positiv gewesen und der Chor habe viele neue Förderer hinzugewonnen – auch aus dem Ausland, so Schur. Positiv sei auch hervorzuheben, dass der NDR in einem Beitrag der Sendung „Hallo Niedersachsen“ über die geplante Japan-Reise berichtet hat.

Friedensbotschaft als zentrales Thema

Auf dem Programm für die Konzerte in Japan stehe sowohl geistliche als auch weltliche Musik der großen deutschen Chortradition. Über allem stehe mit dem Motto der Konzerte die Bitte um Frieden „Dona nobis pacem - grant us peace“. Die Friedensthematik habe generell eine wichtige Bedeutung für den Knabenchor, auch bei den Proben, erklärt Krause. „Wir sprechen oft darüber: Warum singen wir genau dieses Lied? Warum führen wir das in Japan auf?“, so der Chorleiter. Zudem sei es eine wichtige Erfahrung, Lieder des Friedens an „Orten der Weltgeschichte“ aufzuführen. So trete der Knabenchor unter anderem auch in der japanischen Hafenstadt Hiroshima auf – dem Ort, an dem das US-amerikanische Militär im August 1945 eine Atombombe abgeworfen hat.

Kultureller Austausch zwischen Deutschen und Japanern

Neben den Auftritten haben die Organisatoren der Reise ein Rahmenprogramm geplant. So werden die jungen Sänger unter anderem den Goldenen Tempel Kinkakuji in Kyoto besuchen, am Kirschblüten-Fest teilnehmen, den Großen Buddha in Kamakura besichtigen oder an Bootsfahrten teilnehmen. Begegnungen und gemeinsame Auftritte mit japanischen Jugendchören stehen ebenfalls auf dem Plan – denn der kulturelle Austausch zwischen Deutschen und Japanern sei fester Bestandteil der Reise. In regelmäßigen Abständen wollen die Sänger zudem kleine Reiseberichte auf der Internetseite des Chors veröffentlichen, kündigt Schur an. Ein Workshop mit drei japanischen Chören komplettiert die umfangreichen Aktivitäten, die bis zum Rückflug am 3. April vorgesehen sind.

Das Japan-Kapitel wird am Sonntag, 11. März, um 16 Uhr mit Reiseauftaktkonzert im Kloster Mariensee in Neustadt am Rübenberge aufgeschlagen. Ein Reiseabschlusskonzert plant der Chor für Sonnabend, 7. April, um 18 Uhr in der Göttinger Johanniskirche.

Infos: www.goettinger-knabenchor.de

Von Maren Iben

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