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Göttingen Göttinger Landgericht: Milde Strafen für Drogendealer
Die Region Göttingen Göttinger Landgericht: Milde Strafen für Drogendealer
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00:17 16.02.2013
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Damals hatten die aus Northeim stammenden Angeklagten mit ihren Lieferanten vereinbart, monatlich zehn bis 15 Kilogramm abzunehmen. Dazu kam es aber nicht, weil die Geschäfte unter Polizeikontrolle standen: Die hörte ihre Telefongespräche mit. Bei der Übergabe einer Lieferung in Göttingen schlug die Polizei schließlich zu.

Während mehrere geständige Bandenmitglieder sowie die Hintermänner aus Kassel und Bad Meinberg bereits in Strafhaft sind, erging das Urteil gegen zwei zunächst leugnende Angeklagte am Mittwoch. Ein 39 Jahre alter Northeimer wurde wegen drei Fällen des Drogenhandels mit einmal fünf, einmal vier und einmal einem Kilo Marihuana zu vier Jahren Haft verurteilt.

In diese Strafe ist eine Vorverurteilung einbezogen. Der Mann war bereits wegen illegaler Schleusung von Ausländern bestraft worden.  Ein 40-Jähriger, ebenfalls aus Northeim, kommt mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren davon. Er muss als Auflage jeweils 750 Euro an die Landeskasse beziehungsweise an den Frauennotruf zahlen.

Die Staatsanwaltschaft kündigte an, eine Revision zu prüfen. Sie ist mit der Höhe der Strafen nicht einverstanden. Es waren fünf Jahre und neun Monate beziehungsweise dreieinhalb Jahre von der Strafverfolgungsbehörde beantragt worden. Das Gericht aber hatte den Angeklagten zugute gehalten, dass sie nach 13 von insgesamt 14 Verhandlungstagen „spät, aber nicht zu spät“ noch ein Geständnis abgelegt hatten.

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