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Göttingen Göttinger Linksaktivisten stehen vor Amtsgericht
Die Region Göttingen Göttinger Linksaktivisten stehen vor Amtsgericht
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18:37 19.03.2014
Göttingen

Einer bekam eine Faust ins Gesicht, ein anderer eine Ladung Pfefferspray, ein Dritter erlitt durch einen Schlag einen Nasenbeinbruch.

Nur einer kam so gut wie ungeschoren davon. Gestern verhandelte das Amtsgericht gegen zwei der mutmaßlichen Täter.

Die vier Partygänger hatten auf dem Weg in die Innenstadt eine andere Gruppe, diese aus der linken Szene, getroffen. Nach anfänglich harmlosem Gespräch dann plötzlich die Frage, ob sie Burschenschafter seien und womöglich ausländerfeindlich dazu. Als der direkt Angesprochene sich abwenden wollte, landete die Faust des Fragestellers in seinem Gesicht.

Vor Gericht räumte der diesbezüglich Angeklagte die Tat ein, verbunden mit einer Entschuldigung. Noch im Gerichtssaal zückte der Übeltäter sein Portemonnaie und überreichte seinem Opfer 150 Euro Schmerzensgeld – freiwillig. Das Urteil für ihn: 85 Tagessätze à 15 Euro Geldstrafe, damit knapp unterhalb der Grenze zur Vorstrafe.

Sein Mitangeklagter, der Pfefferspray-Attacke beschuldigt, kam ohne Strafe davon. Verteidiger Sven Adam präsentierte einen Zeugen, der als Mitglied der linken Truppe die Tat als die seine gestand. Damit erwartet nun ihn ein Strafverfahren.

Ursprünglich hatte auch die Polizei den Angriff als Attacke auf Burschenschafter eingestuft. Von solcher Zugehörigkeit, versicherten die Opfer vor Gericht, seien sie jedoch weit entfernt.

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