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Göttingen Göttinger Ornithologen-Team will Golfplatz bei Geismar verhindern
Die Region Göttingen Göttinger Ornithologen-Team will Golfplatz bei Geismar verhindern
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14:59 15.05.2015
Die Sozialbrachvögel Hans Dörrie (l-r), Moritz Otten, Mathias Siebner und Karl Jünemann. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Vor zwölf Jahren rief der DDA als Zusammenschluss aller ornithologischen Verbände in Deutschland zum allerersten Birdrace auf.

Das Ziel: Spendensammeln für Vogelschutzprojekte. Bei den „Vogelrennen“  schwärmen regionale Teams aus und zählen 24 Stunden lang Vogelarten, für die Sponsoren Geld überweisen.

Die Göttinger Sozialbrachvögel – benannt nach einem Vogel und einem sozialgeographischen Terminus für das Brachfallen landwirtschaftlicher Flächen – rennen seit 2005 mit: Hans-Heinrich Dörrie, Christoph Grüneberg, Karl Jünemann, Moritz Otten und Mathias Siebner, allesamt Mitglieder im Arbeitskreis Göttinger Ornithologen. „Wir teilen die gleiche Leidenschaft“, beschreibt Otten, was das Team zusammenschweißt.

In diesem Jahr zählten die Göttinger Birdracer 119 Arten auf diversen Beobachtungsflächen. Darunter auch das Areal am Rand des Göttinger Ortsteils Geismar, das jetzt als Golfplatz im Gespräch ist. „Das Ergebnis ist ganz gut, aber mit den Teams an der Küste, die mehr als 160 Arten vorfinden, können wir nicht mithalten.“

Die ehemalige Bauschuttdeponie, sagt Dörrie, habe Ornithologen aber viel zu bieten, „sie ist eines der vogelreichsten Gebiete Göttingens“. Dorngrasmücke, Goldammer, Neuntöter und Nachtigall seien dort zuhause, „in feuchten Frühjahren auch der Wachtelkönig“. Am Tag des Birdrace sei ein Feldschwirl (kleines Foto) dagewesen, berichtet Siebner, „der einzige an diesem Tag. Wenn dort ein Golfplatz entsteht, wäre es wohl auch mit diesem Vorkommen vorbei.“

Den Kampf gegen „Greens, Roughs und Fairways“ haben sich die Sozialbrachvögel auf die Fahnen geschrieben. Dafür richteten sie unter der Adresse golfplatz-goettingen.de eine Internetseite ein und organisieren naturkundliche Führungen über das Areal.

„Das sind öffentliche Flächen, die von vielen Geismaranern als Naherholungsgebiet genutzt werden. Und jetzt sollen sie einem privaten Investor übereignet werden“, empört sich Dörrie. Auf der Website ist auch eine vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (Bund) initiierte Petition der Umwelt- und Naturschutzverbände verlinkt. Knapp 4000 Menschen haben dort bislang unterschrieben.

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