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Göttingen Gemeinsam Pauken für den Abschluss
Die Region Göttingen Gemeinsam Pauken für den Abschluss
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10:06 10.04.2017
Quelle: Fotolia (Symbolbild)
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Göttingen

„Ziel des Präventivangebots ist, dass Jugendliche die Schule nicht ohne Abschluss und berufliche Perspektive für ihre Zukunft verlassen“, sagte Kreisrat Marcel Riethig (SPD). Mehr als drei Viertel der Langzeitarbeitslosen hätten keinen Berufsabschluss.

2015 wurde die Berufseinstiegsbegleitung im Landkreis und in der Stadt Göttingen eingeführt. Die Agentur für Arbeit, die Stadt und der Landkreis Göttingen fördern das Projekt mit 3,5 Millionen Euro. Das Angebot richtet sich an Schüler, die einen Hauptschul- oder Förderschulabschluss anstreben, dabei jedoch Unterstützung benötigen. Pädagogische Fachkräfte der Berufseinstiegsbegleitung bieten in solchen Fällen konkrete Hilfe und persönliche Begleitung direkt in der Schule an.

„Die intensive Unterstützung beginnt in der Regel im achten Schuljahr“, erklärte Anke Hildebrand vom Fachdienst Jugendberufshilfe des Landkreises Göttingen. Wer daran teilnehmen dürfe, entscheide die jeweilige Schule in Abstimmung mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und den Berufseinstiegsbegleitern vor Ort. Sechs allgemeinbildende Schulen und Förderschulen aus dem Stadtgebiet und neun Schulen aus dem Landkreis Göttingen nehmen an dem Projekt teil, heißt es vom Landkreis. 2016 haben 243 Schüler das Angebot wahrgenommen - mehr als 90 Prozent erreichten einen Schulabschluss, teilt der Landkreis zudem mit. Davon ginge ein Viertel direkt in die Ausbildung über.

Wer nach dem Abschluss eine Berufsbildende Schule (BBS) besuche, werde weiterhin begleitet. Die Zusammenarbeit mit den BBS soll durch eine Kooperationsvereinbarung untermauert werden. „Wir wollen den Jugendlichen auch in der Übergangsphase bis in die Ausbildung hinein zur Seite stehen“, sagte Frauke Müller-Brandt von der Beschäftigungsförderung Göttingen (BFGoe). Die BFGoe ist gemeinsam mit der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen für die Umsetzung des Projekts zuständig. Die Berufseinstiegsbegleitung soll noch bis 2020 laufen. mze

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