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Göttingen Göttinger SPD-Basis rügt neue Landesregierung in Niedersachsen
Die Region Göttingen Göttinger SPD-Basis rügt neue Landesregierung in Niedersachsen
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00:18 17.02.2013
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Der Vorstand missbillige vor allem die Entscheidung der sozialdemokratischen Landtagsfraktion, das Ministerium für Wissenschaft und Kultur den Grünen zu überlassen. Im Zuge ihrer Koalitionsverhandlungen hatten sich SPD und Grüne am Wochenende darauf geeinigt, dass der kleine Partner künftig vier Ministerien leiten soll – unter anderem das Wissenschaftsministerium. Für diesen Ministerposten galt im Vorfeld allerdings die Göttinger SPD-Abgeordnete Gabriele Andretta als gesetzt.  

Das Wissenschaftsministerium „hätte bei den Verhandlungen zum sozialdemokratischen Kernressort erklärt werden müssen“, protestiert jetzt Reinert. In diesem Bereich würden wichtige Weichen für die Zukunftsfähigkeit des Landes gestellt. Und mit Andretta sei dafür eine in ganz Niedersachsen anerkannte wie profilierte Wissenschaftspolitikerin vorgesehen gewesen, ergänzte der wissenschaftspolitische Sprecher des Stadtverbands, Frank Möbus.

Andretta habe sich wie keine andere für die soziale Öffnung der Hochschulen, gegen Studiengebühren, den Ausbau von Fachhochschulen und für eine leistungsstarke Forschung eingesetzt. Sorge bereitet den Göttinger Sozialdemokraten, dass die „auf sehr vielen Gebieten führende“ Göttinger Uni jetzt benachteiligt werden könne.

Andretta ist seit 1998 Landtagsabgeordnete und wurde schon früh vom künftigen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) als sogenannte Schattenministerin präsentiert. Überraschend einigten sich die Koalitionspartner am Wochenende aber darauf, den Posten mit der Grünen Gabriele Heinen-Kljajic zu besetzen.

Auf die Frage nach den künftigen Schwerpunkte in der eigenen Landtagsarbeit und für das Ministerium sagte Andretta: „Die Region Göttingen ist erstmals seit zehn Jahren mit zwei Ministern in der Landesregierung wieder gut vertreten. Mit dem Südniedersachsenplan werden für die regionale Strukturentwicklung neue Impulse gesetzt werden. Diese große Chance gilt es, gemeinsam zu nutzen.“

Inzwischen ist Andretta als Mitglied des Präsidiums des Landtages im Gespräch. Es ist das höchste Gremium auf Landesebene.

Von Ulrich Schubert und Katharina Klocke

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