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Göttingen Schüler drehen Kurzfilme für Wettbewerb
Die Region Göttingen Schüler drehen Kurzfilme für Wettbewerb
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10:00 05.11.2018
Schüler üben den Umgang mit Videokameras. Quelle: r
Göttingen

Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums drehen vier Kurzfilme zum Thema Inklusion. Mit den Filmen möchten die 20 Schüler der zehnten Klassenstufe am Kurzfilmwettbewerb „ganz schön aufregend“ teilnehmen. Zur Vorbereitung erhalten die Zehntklässler vom Verein für Medien- und Kulturpädagogik „Blickwechsel“ in einem Workshop Grundwissen der Filmproduktion.

Die Schüler teilten sich in vier Gruppen auf, von denen jede eine Filmidee bearbeitet. Die Filmprojekte sollen im weitesten Sinne Inklusion thematisieren und dabei für soziale und ethische Fragen sensibilisieren. So behandelt beispielsweise der Film „Behind the Scenes“ die Schattenseiten von Internet-Berühmtheiten. Diese leben oft davon, sich und ihren Lifestyle positiv über soziale Medien zu präsentieren. Der Druck, immer gut gelaunt zu sein um sich verkaufen zu können, kann jedoch problematisch werden. Weitere Filme thematisieren Depressionen im Jugendalter, die Folgen einer Krebserkrankung und die permanente Nutzung von digitalen Endgeräten.

Schnittstelle zwischen gesellschaftlichen Problemen und der Lebenswelt der Schüler

Um für die Teilnahme am Wettbewerb hochwertige Kurzfilme produzieren zu können, haben die Schüler an einem zweitägigen Workshop des Vereins „Blickwechsel“ unter der Leitung der Medienpädagogen und Filmcoaches Sascha Prinz und Tobias Milde teilgenommen. „Wir wollen eine Schnittstelle zwischen gesellschaftlichen Problemen und der Lebenswelt der Schüler schaffen“, so Milde. Es gehe darum, dass sich die teilnehmenden Schüler auf eine kreative Art mit Inklusion befassen. Dafür würden die Zehntklässler so geschult, dass sie ihre Filmprojekte selbstständig umsetzen können. Neben dem Umgang mit Kameras und Schnittprogrammen am Computer würden die Schüler auch verschiedene stilistische Mittel und die Wirkung bestimmter Kameraeinstellungen kennenlernen.

Die Teilnahme am Wettbewerb hat Kunstlehrerin Hiltrud Menz organisiert. Die Themen der Kurzfilme seien aber von den Zehntklässlern selbst gekommen. „Am Anfang haben wir ein Brainstorming zu möglichen Themen gemacht. Ich war überrascht, wie vielfältig die Themenvorschläge waren“, sagte Menz. Viele Schüler seien engagiert dabei und würden sich über den Unterricht hinaus ihren Projekten befassen. Auch die positive Gruppendynamik sei überraschend.

Großes Engagement der Schüler

Den Schülern bereitete der Workshop sichtlich Freude. Viele haben sich bereits zuvor für Kunst und darstellendes Spiel interessiert, wie Paulina Riehle und Anna Sophie Obermann. „Film und Schauspiel interessieren mich sehr und ich habe auch bereits vorher Videos auf ‚Youtube‘ veröffentlicht“, sagte Riehle. „Mir macht es großen Spaß, vor der Kamera zu stehen und der Unterricht gefällt mir gut, ich freue mich schon auf die Dreharbeiten für unseren Film“, so Obermann.

Aber auch der theoretische Teil des Workshops weckt das Interesse der Schüler. „Wir bekommen ganz neue Perspektiven auf das Produzieren von Filmen“, sagte Tale Kraidi. Und Jan Söder ergänzte: „Ich bin vom Umfang der Arbeit überrascht, aber es macht viel Spaß.“ Auch Leonie Lenz, Nicol Krajewski und Pauline Steffens waren froh über ihre Teilnahme am Workshop. „Der Workshop ist eine gute Vorbereitung auf unser Filmprojekt“, sagte Lenz. „Wir lernen auch viel über Körperhaltung und Schauspiel“, so Krajewski. „In unseren Filmen steckt viel Arbeit, besonders das Gestalten der Charaktere macht mir Spaß“, sagte Steffens.

Der niedersächsische Kurzfilmwettbewerb „ganz schön aufregend“ wird vom Verein „Blickwechsel“ in Zusammenarbeit mit dem Medienbüro Königsworth aus Hannover organisiert. Teilnehmen können Schülerteams der achten bis zehnten Klassen mit maximal fünf Minuten langen Kurzfilmen. Einsendeschluss ist der 15. Februar 2019. Weitere Informationen zum Wettbewerb unter ganz-schoen-anders.org.

Von Max Brasch

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