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Göttingen Göttinger Schulküchen knacken Millionengrenze
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20:22 21.01.2019
Immer gut besucht: Die Mensa der IGS in Geismar. Sie ist auch Standort einer der städtichen Küchen. Quelle: Swen Pförtner
Göttingen

Die Millionengrenze ist geknackt: 2017 haben die Küchen der Stadt Göttingen für Schulen, Kindergärten und die Rathaus-Kantine 1 007 874 Essen gekocht. Zugleich muss die Stadt immer weniger Geld aus Steuern für die Schul- und Kita-Verpflegung zuschießen.

Seit 2011 steigen die Essenszahlen der Göttinger Küchenbetriebe stetig. Damals waren es noch gut 672 000 Portionen pro Jahr, 2013 bereits gut 720 000 und 2016 etwa 969 500. Die Gründe für diese Entwicklung: immer mehr Ganztagsschulen mit Mittagessen-Angebot in den Schulen und höhere Zuschüsse vom Bund für Kinder aus finanzschwachen Familien über das Bildungs- und Teilhabepaket.

Diesen Zusammenhang belegen auch folgende Zahlen: 95 Prozent der ausgegebenen Portionen aus den drei Küchen sind 2017 an Schulen und Kitas geliefert worden, fünf Prozent an Mitarbeiter der Verwaltung. Darüber hinaus haben die Stadtküchen 21 700 Gäste bei 1161 Veranstaltungen mit Getränken – und teilweise mit Essen – versorgt. In den meisten Fällen sind das Sitzungen der Ratsgremien.

Diese und weitere Zahlen zu ihren Küchenbetrieben will die Verwaltung der Stadt an diesem Dienstag im Schulausschuss des Rates vorstellen. Es ist ihr Bericht zur „Wirtschaftlichkeit“ der Einrichtungen für 2017. Aus 2018 liegen für den Ausschuss keine Daten vor.

Die meisten Schulportionen gingen laut Bericht in die Gesamtschulen (44 Prozent). Auch in den Grundschulen wird in großen Mengen städtisches Essen ausgegeben (40 Prozent). Die Schüler an den Gymnasien nutzen das Angebot weit wenige (12 Prozent). An den Schulen der Stadt gibt es inzwischen 23 Mensen (Stand 2017).

Gekocht wird zurzeit in drei Küchen: in der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, Geschwister-Scholl-Gesamtschule und Neuen IGS. Die Küche in der Rathauskantine ruht. Sie soll 2020 saniert werden und ihren Betrieb dann wieder aufnehmen.

Laut Wirtschaftlichkeitsbericht waren 2017 93 Prozent der Kosten durch das Essensgeld der Nutzer gedeckt – eine Steigerung um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gründe: deutlich mehr Portionen, auf die sich die Kosten verteilen, und eine Erhöhung der Essenspreise um drei Prozent. Im Gegenzug musste die Stadt pro Essen nur noch 25 Cent zuschießen, 12 Cent weniger als 2016.

Die Sitzung des Schulausschusses beginnt am Dienstag, 22. Januar, um 16 Uhr im Neuen Rathaus. Weitere Themen: Schulschwänzer und der Haushaltsplan der Stadt für 2019 und 2020.

Von Ulrich Schubert

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