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Göttingen Göttinger Spargel kommt zum Wochenende
Die Region Göttingen Göttinger Spargel kommt zum Wochenende
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00:18 02.05.2013
Endlich: Die Spargelsaison in Göttingen beginnt – aber leider nur langsam. Quelle: Heller
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Göttingen

Ein erster Hoffnungsschimmer: In der vorigen Woche gab es an Straßenbuden und auf dem Göttinger Wochenmarkt vereinzelt Spargel aus Südhessen und Baden-Württemberg zu kaufen. Die meisten Buden, so am Kiessee, an der B 27 am Hoffmannshof oder in Groß Ellershausen, sind noch verwaist. Göttinger Spargel gab es überhaupt noch nicht zu kaufen.

Am Sonnabend aber erreichte dann der erste niedersächsische Spargel den Göttinger Wochenmarkt. Wie beim Spargel aus anderen Bundesländern auch geht wegen der immer noch viel zu niedrigen Temperaturen immer noch nichts ohne technische Hilfsmittel, weiß Carsten Lupus Wolf, der auf dem Wochenmarkt Spargel aus Walsrode bei Hannover verkauft: „Alles, was zurzeit verkauft wird, wurde mit Folie und Tunnel hochgezogen.“

Zwar wird es in den kommenden Tagen laut Wetterbericht wärmer werden, andererseits hat der Spargel im Boden viel aufzuholen. Gut zwei Wochen sei die Ernte im Vergleich zu normalen Jahren im Rückstand, sagt Wolf, der in einer niedersächsischen Spargelgegend groß geworden ist und schon als Jugendlicher auf Spargelhöfen arbeitete. Eine Prognose mag Wolf nicht abgeben: Wann der Spargel auch ohne Folie und Tunnel sprießt, „weiß nur der Wettergott“.

Ein Fünftel des deutschen Spargels wächst hier

Immer noch kommt die Mehrzahl aller Spargelstangen auf dem Wochenmarkt aus den südlicheren Bundesländern: Am Sonnabend standen zwei Verkaufsstellen mit Ware aus Niedersachsen vier Ständen mit Spargel aus Hessen und Baden-Württemberg gegenüber – mit Preisen zwischen acht und 13 Euro das Kilo.

Der Werderhof, einziger größerer Göttinger Spargelanbauer, steht noch in den Startlöchern. Keine einzige Göttinger Stange hat bisher den Konsumenten erreicht. Mitinhaberin Cornelia Rabe hofft allerdings auf einen Schub in der laufenden Woche. Spätestens zum Wochenende sollte der erste Spargel aus der Region gestochen und verkauft werden können.

Spargel wächst erst ab neun Grad Bodentemperatur. Mindestens fünf bis sechs Stunden Sonnenschein pro Tag sind nötig, um den Boden unter der Folienabdeckung bis hinunter zu den Spargelknospen zu erwärmen. So viel Sonne gab es bisher kaum – mit Ausnahme der vergangenen Woche.

Aber gleichgültig, wie lange Sonne und Wärme noch auf sich warten lassen: Das Saisonende, sagt Spargelverkäufer Wolf, wird wie immer in der vorletzten Juniwoche sein, auch wenn einzelne Bauern auch danach noch Spargel stechen. Das aber könne den Pflanzen, die genügend Regenerationszeit benötigen, schaden.

In Niedersachsen gibt es gut 500 Spargelbauern. Ein Fünftel des deutschen Spargels wächst hier.

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