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Göttingen „Bürgerwerkstatt“
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00:15 09.05.2017
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Göttingen

2019 soll das hoch gelobte wie umstrittene Kunsthaus fertiggestellt sein. Es ist aus einem Hochbau-Wettbewerb der Stadt hervorgegangen, der 1300 Quadratmeter große Innenbereich des Quartiers soll mit den Bürgern individuell entwickelt werden. „Am Ende soll ein öffentlicher Bereich entstehen, der den Menschen dient und von den Göttingern gerne besucht wird“, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD). Die Gestaltung des Innenraumes sei wesentlicher Teil des gesamten Komplexes, fügte Stadtbaurat Thomas Dienberg an.

Sollen es mehr Bäume sein oder Klettergeräte? Wie können die Zugänge des Innenhofes zwischen Nikolaikirche und Turmstraße einladend hervorgehoben werden? Wie viel Raum bekommt Kunst im freien Raum hinter dem Kunstquartier? Begeistert nutzen etwa 30 Nachbarn und weitere Göttinger die Gelegenheit, mit den Planern über ihre ersten Ideen zu diskutieren. Und viele zeigten sich erstaunt, wie unterschiedlich diese sind.

Spielskulpturen und Raum für Kreativarbeit prägen die Skizzen der Landschaftsarchitekturen Wette+Küneke. Drei „Freiraum Bausteine“ mit ruhigem Hofgarten, lautem „Pixelhof“ und einem „Kunstvermittler“ dazwischen hat Landschaftsarchitekt Stefan Bernard erarbeitet. Verschiedene Ebenen als „Wegebänder“ mit Kunsthof, Kinderspielbereich und begleitende Vegetation leiten im Entwurf des Planungsbüros lad+ durch den Innenhof. Das Landschaftsarchitekturbüro „Schöne Aussichten“ gestaltet den Hof eher verspielt und abwechslungsreich mit grafischen Elementen für räumliche Dimensionen um einen Spielplatz herum.

„Das ist spannend“, kommentierte der Göttinger Jan Bär den Workshop, in den er eher zufällig geraten war. Er wünscht sich für den KuQua-Innenhof eine ausgewogene Mischung: „was für's Auge und für Kinder.“
Detailliert diskutierten die Teilnehmer mit den Experten: Spielgeräte wurden „herausgenommen“, geplante Bäume lichtfreundlicher für angrenzende Wohnungen versetzt und hier und da mehr Flächen für temporäre Kunstausstellungen gefordert. Die vier Planungsbüros werden die Anregungen jetzt in ihre Entwürfe einbauen. Vor dem Beschluss im Rat bewertet eine Jury die Endwürfe. Noch bis Dienstag, 9. Mai, können Bürger Vorschläge per online einbringen: kuqua.goettingen.

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