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Göttingen Göttinger sind Meister im Müll vermeiden
Die Region Göttingen Göttinger sind Meister im Müll vermeiden
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00:19 14.03.2013
Endstation: In der Sortieranlage von Stadt und Landkreis Göttingen in Deiderode kommt nur noch vergleichsweise weinig an, der meiste Müll wird verwertet. Quelle: GöEB
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Göttingen

Ihr häuslicher (Rest-)Abfall wog 2012 im Durchschnitt nur 146 Kilogramm, ihr Sperrmüll 25. Das ergibt sich aus der Abfallbilanz der städtischen Entsorgungsbetriebe (GEB) zum Jahreswechsel.

Warum die Göttinger vergleichsweise weniger Abfall produzieren als die meisten Deutschen, kann Franz Rottkord als Leiter der GEB-Abfallwirtschaft auch nicht erklären. Er kann es nur vermuten: „Vielleicht haben wir hier ein anderes Konsumverhalten und eine bessere Müllvermeidungskultur.“ Das sei ebenso erfreulich wie die Müllverteilung: „Wir verwerten deutlich mehr als wir beseitigen.“

Alles zusammengerechnet, türmt sich allerdings ein beachtlicher Berg auf: 2012 hat der Entsorgungsbetrieb gut 129 000 Tonnen sogenannter Siedlungsabfälle abgeholt oder auf seinen Sammelplätzen wie dem Recyclinghof angenommen. Würde man das alles in normale Müllwagen stopfen, wären etwa 11 500 Wagen prall gefüllt.

Den größten Gewichtsanteil nehmen mit gut 58 000 Tonnen mineralische Bauabfälle ein, die auf der Bauschuttdeponie am Königsbühl landen. Das verwundert kaum: Steine und Beton sind schwer. Zumal dieser Posten von Jahr zu Jahr extrem schwanke, „da reicht schon ein größeres Abrissprojekt in der Stadt“, so Rottkord. 

Weniger Papier aber mehr Tonnen

Überraschender ist da schon, dass  Papier, Kompost, Glas und andere Abfälle zur Verwertung mit mehr als 33 200 Tonnen die zweitgrößte Müllfraktion bilden. Davon wiederum machen kompostierbare Abfälle (grüne Tonne) mit knapp 10 400 Tonnen den größten Anteil aus, dicht gefolgt von Altpapier (9 500 Tonnen).

„Erstaunlich“ sei, so Rottkord, dass das Papier in Kilogramm umgerechnet 2012 immer weniger wird, obwohl immer mehr Bürger zusätzliche oder größere blaue Tonnen beantragten. Einzig denkbarer Grund: „Papier wird offenbar immer feiner und leichter, und es werden kaum noch dicke Kataloge verschickt.“

In der Müllbilanz 2012 folgen als nächstes häusliche Abfälle mit 18 600 Tonnen. Sie sind fast nur noch für die Deponie gut, auch wenn Stadt und Kreis daraus in ihrer großen gemeinsamen Anlage inklusive Sortie-
rung Gas und Strom produzieren.

Ebenso wie beim Papier sei in fast allen Teilbereichen (außer Schadstoff) die Müllmenge gegenüber 2011 zurückgegangen, fasst Rottkord zusammen: beim Restabfall, weil kleine Gewerbebetriebe auch Privatentsorger beauftragen (dürfen); beim Biomüll, weil offenbar weniger Grünzeug aus Park- und Gartenanlagen kam; und bei Altkleidern durch Konkurrenz-Sammler.  

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