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Göttingen Spende für Frauenhaus im peruanischen Cusco
Die Region Göttingen Spende für Frauenhaus im peruanischen Cusco
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11:49 20.01.2019
Spenden 10.000 Euro an das Frauenhaus im peruanischen Cusco: Carola und Dr. Stephan Kleinjohann (Mitte). Links: Rosa Maria Schnepf, Vorstand im Verein Cristo Vive Europa sowie dessen Vorsitzende Gabriele Braun. Quelle: Markus_Hartwig
Göttingen

Das Frauenhaus Sonqo Wasi in Cusco in den peruanischen Anden erhält eine Spende von dem Göttinger Ehepaar Carola und Dr. Stephan Kleinjohann. Ermöglicht hat die Zuwendung von 10000 Euro der in Göttingen ansässige Verein Cristo Vive Europa.

Rosa Maria Schnepf hatte die Einrichtung im vergangenen Herbst besucht. Sie ist Vorstand des Vereins Cristo Vive und sagt: „Für die Menschen dort sind die Einrichtung dieses Frauenhauses und die Spende aus Göttingen ein Geschenk.“

Das Frauenhaus gibt es noch nicht lange, und auch die Regierung hat – auf Druck aus der Bevölkerung – erst spät damit begonnen, das Thema Gewalt an Frauen und überhaupt die Rechte von Frauen, in ihren Fokus zu rücken. Die Hauptangestellten im Frauenhaus sind Rechtsanwältinnen und Psychologinnen sowie fachliche Hilfskräfte, die den Frauen zur Seite stehen.

Das Frauenhaus selbst besteht aus einem ambulanten Dienst sowie dem eigentlichen Frauenhaus. Zum ambulanten Dienst würden Frauen und Familien aus eigenem Antrieb kommen, berichtet Schnepf beim Treffen im Pfarrheim St. Paulus in Göttingen. Vaterschaftsklagen und Sorgerechtsfälle seien hier am meisten vertreten. An das Frauenhaus würden die Frauen hingegen direkt von der Justiz vermittelt, denn viele stünden unter Lebensgefahr beziehungsweise seien schwer verletzt. So Schnepf, die Nachfrage sei enorm. Empathie, Liebe und Zuneigung, das sei es, was die Frauen in ihrer Situation brauchen. Die Aufgabe der Betreuerinnen sei enorm.

Eindrücke aus dem Frauenhaus

Und viele Frauen müssten Selbstwertgefühl und Selbständigkeit wieder erlangen. Um eine Basis hierfür zu schaffen, verkaufen die Frauen auf den Märkten Obst, Gemüse und Kleinigkeiten des täglichen Lebens. Hintergrund ist, dass sie für ihr Leben im Frauenhaus selbst aufkommen müssen.

Das Ehepaar Kleinjohann, das sich im vergangenen Jahr bereits für den Mittagstisch St. Michael engagiert hatte, zeigt Interesse an den Ländern Südamerikas. Das Geld, das ihnen zur Verfügung steht, geben sie gerne an Einrichtungen wie dem Frauenhaus in Cusco. „Wir möchten damit ein Zeichen setzen.“

Von Markus Hartwig

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