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Göttingen Göttinger testet VW Passat GTE
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11:31 27.11.2018
Michael Veit (r.) übergibt den Passat Variant GTE Hybrid an den Tester Jens Merker. Quelle: Niklas Richter
Göttingen

Einen VW Passat GTE hat Volkswagen am Sonnabend Jens Merker (49) zur Verfügung gestellt. Der Göttinger zählt zu den Lesern von zehn Tageszeitungen, die das Hybridauto eine Woche lang testen dürfen.

„Ist der Wagen jetzt an?“, fragt Merker und blickt ratlos vom Fahrersitz hinüber zu Michael Veit. Veit hat den Wagen am Morgen von Wolfsburg durchs nebelverhangene Norddeutschland nach Göttingen überführt. „Ja, er ist an“, bestätigt Veit. Und: „Schalten Sie mal auf D, dann müssen Sie nur noch Gas geben.“ Der Wagen setzt sich in Bewegung. „Keine Geräusche, sehr ruhig, der Wagen lässt sich gut fahren“, fasst Merker seine ersten Eindrücke zusammen.

Merker fährt einen Turbodiesel

Eine Runde dreht der Göttinger auf dem Leineberg, wo er mit seiner Frau in einer Eigentumswohnung lebt. Merker staunt über die viele Elektronik. Sein eigener Wagen, ein Passat 3C Variant, TDI, Euro 4, sei elf Jahre alt, verrät er. „Da hat sich viel getan“, meint der Testfahrer beeindruckt. Veit nimmt sich die Zeit, wichtige Funktionen zu erklären. „Wer mit dem Smartphone zurechtkommt, hat mit diesem Auto keine Probleme“, meint er.

Die Batterie des E-Motors reicht für 40 Kilometer

Merker fragt nach der Reichweite des Wagens. „Die Batterie des Elektromotors reicht für 40 Kilometer, das Benzin für weitere 570 Kilometer“, erklärt Veit. Eine entleerte Batterie lade sich während der Fahrt mit dem Verbrennungsmotor wieder auf. Nach einer 80 Kilometer langen Strecke von Wolfsburg nach Hannover sei die Batterie wieder voll gewesen, erzählt er.

Stadtwerke Göttingen

Die Kabel zum Aufladen sind im Kofferraum. Ein Set ist für Starkstrom. „Dann dauert das Aufladen eine halbe Stunde“, berichtet Veit. Das andere Set ist für normale Steckdosen. Dann hänge die Batterie mehrere Stunden am Netz. „Wo wollen Sie denn den Wagen hier aufladen?“, erkundigt sich ein Passant, der vorbeikommt. „Ich habe eine Karte für die Ladesäule bei den Göttinger Stadtwerken bekommen“, verrät Merker. Bei seinem Arbeitgeber, den Göttinger Entsorgungsbetrieben, sei das Aufladen leider nicht möglich.

„Die Stadtwerke haben mir zudem angeboten, über das Aufstellen einer Ladesäule auf dem Leineberg nachzudenken, sollte ich auf einen Hybrid- oder einen E-Wagen umsteigen“, berichtet Merker dem Passanten.

Warnung vor kaputten Ladesäulen

„Wenn Sie mit einem reinen E-Auto unterwegs sind, sollten Sie zum Laden fahren, solange Sie noch für 100 Kilometer Strom haben“, rät Veit. Manchmal seien Ladesäulen kaputt. Dann müsse man eine andere suchen. „Das ist der Grund, warum ich einen Hybrid nehmen würde“, erwidert der Testfahrer.

Der Dieselskandal hat Merkers Vertrauen erschüttert

Merker ist in den vergangenen 31 Jahren fast nur Volkswagen gefahren. Das seien nicht die billigsten Fahrzeuge, erklärt er. Aber die Autos seien zuverlässig und hielten lange. Das sei ihm wichtig, da er Gebrauchtwagen fahre. Der Dieselskandal habe allerdings sein Vertrauen in die Marke VW „erschüttert“. Die Fahrverbote in den großen Städten seien für ihn noch „weit weg“. Er sei vor allem in Göttingen unterwegs. Selten fahre er mal mit seiner Frau nach Hannover oder nach Kassel. Auch auf dem Weg in den Urlaub ins Hochsauerland oder in die Bispinger Heide müssten sie nicht durch abgasbelastete Metropolen. Die anhaltende Diskussion verunsichere ihn jedoch. Die von VW angebotenen Preisnachlässe auf Neuwagen nutzten ihm, dem Gebrauchtwagenfahrer, nichts.

Von Michael Caspar

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