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Göttingen Grabesritter feiern Messe in Göttingen
Die Region Göttingen Grabesritter feiern Messe in Göttingen
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00:17 17.05.2017
Feierten eine Messe mit dem Göttinger Jesuitenpater Hans-Martin Rieder: Grabesritter. Quelle: mic
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Göttingen

Ein Vortrag, der gemeinsame Besuch einer Messe im Ordensmantel mit Barett (Männer) oder schwarzem Schleier (Frauen) sowie ein Rittermahl: Das sind die Elemente der monatlichen Treffen der Grabesritter. Einmal im Jahr kommen Mitglieder des Ordens aus den regionalen Gruppen, den sogenannten Komtureien, Braunschweig und Hildesheim nach Göttingen. Das Ehepaar Gulya organisiert die Zusammenkünfte. János Gulya, der im Februar gestorben ist, war viele Jahre Professor am Finnisch-ugrischen Seminar der Universität. In diesem Jahr musste sich Ehefrau und Ordensdame Viktoria Gulya, eine Sprachforscherin, allein um die Ausrichtung kümmern.

Ordensdamen

Seit dem Mittelalter haben sich Katholiken am Heiligen Grab in Jerusalem, in dem einst Jesus beigesetzt worden sein soll, zum Ritter schlagen lassen. Zurück in ihrer Heimat bildeten sie Bruderschaften. Dieses Rittertum ordnete der Papst 1868 in einem Orden neu. Seit 1888 dürfen auch Frauen Mitglied werden. Um die Aufnahme kann man sich nicht bewerben. „Wir sprechen praktizierende Katholiken, die zu uns passen, an“, erläuterte der leitende Hildesheimer Komtur, Engelbert Strake, dem Tageblatt.

Heiliges Land

„Unsere Mitglieder sind sehr am christlichen Leben im Heiligen Land interessiert“, ergänzte der Duderstädter Helmut Bömeke, der früher die Komtur in Braunschweig geleitet hat. In Israel, Palästina und Jordanien unterstütze der Orden neben Kirchen karitative Einrichtungen sowie Schulen, die auch Nichtchristen offen ständen. Die Hildesheimer Komtuerei habe 26 Mitglieder, die Braunschweiger 22 Mitglieder.

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