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Göttingen „Grün(t)räume“: Ideen für eine nachhaltige Schule
Die Region Göttingen „Grün(t)räume“: Ideen für eine nachhaltige Schule
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00:20 29.06.2018
Vorstellung der ausgezeichneten Modelle im Holbornschen Haus in der Roten Straße. Quelle: Christina Hinzmann / GT
Göttingen

Bei dem Wettbewerb setzten sich Schüler mit den Themen Artenvielfalt und Klimaschutz auseinander. Unter dem Motto „Grün(t)räume“ bastelten Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG), der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) und des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) Miniaturausgaben von ihren Schulen.

16 Modelle von 53 Schülern

Sonja Heuner, Projektleiterin, hatte zuvor an den Schulen einen einführenden Vortrag zu den Themen Stadtbegrünung, Artenvielfalt und Klimaschutz gehalten. Die Modelle sollten diesen Aspekten gerecht werden. 16 Schulmodelle von 53 Schülern hat eine Fachjury unter die Lupe genommen. Die Beiträge reichten von einem minimalistischen Holzmodel, bis zum Modell, das mit einem Grafikprogramm auf dem Computer angefertigt wurde.

Der BUND Göttingen zeichnet Schulmodelle aus.

Den ersten Platz belegten Lucas und Tobias aus der siebten Klasse der GSG. Der Juror Rainer Hoffman, Vorsitzender des Vereins Klimaschutz-Göttingen, hob den Mut und die Radikalität des Models hervor, dass ein großes Gewässer samt Uferbegrünung zeigte. Ebenfalls prämiert wurde das Modell von Helen, Anna und Stellas Model aus der elften Klasse des THG. Es zeuge von Detailreichtum, und die Schülerinnen integrierten Photovoltaikanlagen in die Schulanlage, so die Jury.

Wettbewerbsbeitrag von Madita und Sophia vom Otto-Hahn-Gymnasium. Quelle: Hinzmann

Wasser als „biologische Klimaanlage“

„Der Grundgedanke des Wettbewerbs ist, dass man versucht, Räume in der Stadt die noch nicht begrünt sind zu begrünen“, sagt Sabine Morgenroth, Vorsitzende des Umweltausschusses des Rates der Stadt Göttingen (Grüne). Mit Blick auf den Klimawandel sei es wichtig, mehr Grünflachen und Wasser in die Stadtplanung einfließen zu lassen. „Das Wasser in der Stadt ist eine Art biologische Klimaanlage.“ Es könne die Temperaturen in der Stadt um 5 Grad absenken. Fassaden- und Dachbegrünungen schafften wertvolle Lebensräume für Tiere, die in der Stadt nicht leben könnten.

Wettbewerbsbeitrag von Lucas und Tobias von der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Quelle: Hinzmann

„Am härtesten vom Klimawandel betroffen“

Bei der Preisverleihung sprach Morgenroth vor den Schülern vom Insekten- und Vogelsterben sowie dem Klimawandel: „Ihr seid die Generation, die am direktesten und am härtesten vom Klimawandel betroffen sein wird.“ Die praktische Umsetzung der Modelle werde nun ernsthaft geprüft, so Morgenroth.

Von Julian Habermann

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