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Göttingen Gutachten des Spürhundexperten blamiert Ermittler
Die Region Göttingen Gutachten des Spürhundexperten blamiert Ermittler
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20:32 10.08.2010
Von Jürgen Gückel
Spürhund im Kreishaus: Nach Anschlag in der Teeküche wurden Mantrailer-Hunde eingesetzt. Quelle: CH

Inzwischen ist auch klar, warum. Die Suche nach dem Täter mittels so genannter Mantrailer-Hunde war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Das macht ein Gutachten eines Suchhund-Experten klar, das die Verteidiger der drei Verdächtigen einholten.

Gestern stellten die Anwälte der Betroffenen, die auch gegen die Durchsuchung klagen, vor über 100 Zuhörern im Apex die Ergebnisse der gutachterlichen Stellungnahme sowie weitere Merkwürdigkeiten der Ermittlungsakte zum Kreishaus-Anschlag vor. Besonders das Gutachten blamiert die Ermittler, denn kein anderer als Johann Fruth, Ausbildungsleiter der bayerischen Landespolizei für Diensthunde und bekannter Sachverständiger für Spürhunde, stellt ein vernichtendes Urteil über den Mantrailer-Einsatz aus. Fruth: Dem Einsatz sei „keine Bedeutung beizumessen, ebensowenig wie der Interpretation eines möglichen Einsatzergebnisses durch die Hundeführer.“

Zum einen hatte die Polizei den Hunden ein Pappschild als Geruchsträger vorgehalten, das weitab vom Tatort im Flur des Kreishauses gefunden worden war und dessen Text sich gegen Abschiebung richtete. In welchem Zusammenhang es mit dem Anschlag steht, bei dem Uhu und Streichhölzer eingesetzt wurden, ist unklar. Das Schild hatten nachweislich drei weitere Personen in Händen, womit offen sei, wessen Spur die Spürhunde eigentlich gefolgt seien. Die Verfolgung begann fünf Tage nach der Tat im täglich gereinigten Kreishaus.

Weil Polizisten und Videoteam den Hunden folgten, könnten die Hunde „jedes Nachrücken als Bestätigung ihrer eingeschlagenen Richtung“ aufgefasst haben. Möglich sei zudem, dass ein Hund nur der Spur des anderen folgte. Die Qualifikation der privaten Hundeführer wird von Fruth zudem stark bezweifelt.

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