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Göttingen GöBit zeigt Wege in den Beruf
Die Region Göttingen GöBit zeigt Wege in den Beruf
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00:15 14.02.2017
Mit einer sehr guten Resonanz hatten die Aussteller auf dem 16. Göttinger Berufsinformationstag (GöBit) gerechnet. Die Erwartungen haben sich erfüllt. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Schon bei der Eröffnung des GöBit durch Bernd Wübbenhorst, Schulleiter der BBS II, und Klaus-Dieter Gläser, Chef der Agentur für Arbeit Göttingen, standen die Menschentrauben dicht gedrängt in der Eingangshalle. Als weiterer Initiator war die Volkshochschule mit im Boot. Viele Jugendliche hatten auch ihre Eltern und jüngeren Geschwister zum GöBit mitgebracht. Gläser betonte in seiner Ansprache den Einfluss der Eltern auf die Berufswahl ihrer Kinder, daher seien auch die Erwachsenen als familiäre Berater willkommen und wichtig.

Doch auch in den Schulen wurde im Vorfeld für den GöBit geworben. „Wir haben Flyer bekommen und uns wurde empfohlen, hierher zu kommen“, sagte Lara Rimrodt, Schülerin im 11. Jahrgang am Corvinianum Northeim. Sie interessiert sich vor allem für ein duales Studium im naturwissenschaftlichen Bereich. „Dabei sind beide Aspekte wichtig: Praxisbezogenheit und die Finanzierung“, ergänzte Laras Vater Jörg Rimrodt. Ihre Mutter Anke bestätigte, dass sie sich sehr für die Berufswahl ihrer Kinder interessiere: „Da wird zu Hause oft drüber gesprochen.“ Auch Laras Bruder Aron, Achtklässler an der KGS Gieboldehausen, war mitgekommen. „Ich will mich über Praktikumsplätze informieren“, meinte Aron, den besonders die Bereiche Technik und Industrie-Handwerk interessierten. Die Geschwister fanden es „okay“, dass die Eltern sie bei der Berufsfindung unterstützten.

„Schon vor der Landkreisfusion hat sich ein gutes Ausbildungsnetzwerk in der Region gebildet“, sagte Ines Puschmann, die seit mehr als zehn Jahren für die BBS II im Organisationsteam des GöBit vertreten ist. Die Erfahrungswerte seien in den vergangenen Jahren gewachsen. „Die Präsentationen der Aussteller werden immer professioneller", beobachtete Puschmann. In diesem Jahr sei der GöBit mit zahlreichen Themen zu Ausbildung und Bewerbung, Studium oder Freiwilligendienst noch um ein paar Stände erweitert worden, „aber viel mehr Kapazitäten gibt es kaum", so Puschmann.

Auch die BBS-II-Lehrerinnen Rebecca Zinke und Anna-Katharina Dreischerf waren begeistert von der großen Resonanz der Jugendlichen. „Für die Schule ist es gut, sich hier mit den verschiedenen Fachbereichen präsentieren zu können", meinte Dreischerf. Zinke ist unter anderem zuständig für den bei Schülern voll im Trend liegenden Bereich Gestaltung und Medientechnik, wozu die BBS II schwerpunktmäßig die gymnasiale Oberstufe (Berufliches Gymnasium Technik) anbietet.

Doch auch traditionelle Berufe in den Bereichen Handwerk, Dienstleistung und Gesundheitswesen wurden präsentiert. Klaus Abraham war leicht zuzuordnen mit seiner Kochmütze und der weißen Kluft mit doppelter Knopfreihe. Der ehemalige Küchenchef unterrichtet seit einigen Jahren an den BBS Ritterplan. Sein Kollege Torsten Bosse ist als Teamleiter im Ausbildungsbereich Gastronomie für die Theorie der angehenden Hotel- und Restaurantfachleute zuständig. „Auch in der Gastronomie hat sich einiges verändert, und mit einer soliden Ausbildungsbasis sind die Möglichkeiten äußerst vielfältig", warb Abraham für seinen Fachbereich. „Heute gibt es so viele neue Entwicklungen von veganer Ernährung bis zur Molekularküche, auf die man sich später spezialisieren kann", so Abraham. Bosse ergänzte, dass in Göttingen zwar viele Studenten aushilfsweise in der Gastronomie beschäftigt seien, aber die Berufschancen für ausgebildete Gastronomie-Fachleute seien dennoch groß. „Gute Leute werden gesucht", betonte Bosse.

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