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Göttingen Göttingen lässt Kiessee untersuchen
Die Region Göttingen Göttingen lässt Kiessee untersuchen
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00:32 03.06.2018
Beliebt bei Tieren und Wassersportlern, aber zunehmend gefährdet: Der Göttinger Kiessee wird immer flacher. Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

Seit vielen Jahren kämpft Göttingen gegen Algen und wuchernde Pflanzen im beliebten Freizeitsee im Süden der Stadt. Besonders nach heißen Wochen im Sommer bilden sich immer wieder Blaualgen. Oder wuchernde Wasserpflanzen vermiesen Ruderern und Paddlern den Spaß – vor allem zum Leid der Wassersportvereine am See.

Die Ursache ist bekannt: Aus der Leine werden immer wieder Nährstoffe von Feldern der südlichen Landwirtschaft eingespült – und sogenannte Sedimente, die sich als Schlamm absetzen. Der See wird immer flacher und wärmer, Algen und Wasserpflanzen bekommen reichlich Nährstoff und vermehren sich.

2004 hat die Stadt nach einem massiven Fischsterben die Zuläufe umgebaut und leitet seitdem deutlich weniger Liter Leinewasser durch den Kiessee. Das hat zwar den Nährstoffgehalt und Sedimenteintrag verringert, ganz verhindert es ihn aber nicht. Im Frühjahr hat die SPD im Rat in einem Antrag „Maßnahmen“ gefordert, damit der See nicht weiter „verlandet“. Dabei sollte auch geprüft werden, ob er ausgebaggert werden kann und muss.

Die Verwaltung will das gerne prüfen, teilte sie jetzt im Umweltausschuss des Rates mit. Allerdings will sie gerade laufende Untersuchungen zur Wasserqualität einschließlich Phytoplankton-Gehalt abwarten und im Sommer auch Zusammensetzung und Stärke der Schlammschicht untersuchen lassen. Die neuen Daten sollten dann mit Analyseergebnissen von 2006 verglichen werden. „Dann sehen wir weiter“, schlug Umweltdezernent Thomas Dienberg vor.

Der Kiessee ist Göttingens größtes Naherholungsgebiet für die in der Stadt lebenden Menschen, hatte die SPD in ihrem Antrag erklärt. Gleichzeitig sei er mit einer Größe von 14 Hektar das einzige nennenswerte stehende Gewässer in Göttingen. Er bietet die einzige Möglichkeit für (nicht schwimmende) Wassersportler und Angler „in unserer Stadt“, ihren Sport zu betreiben. Das sei gefährdet. Schon jetzt sei es an einigen Stellen nicht mehr möglich, Wassersport zu treiben. Und es werde immer mehr Schlamm abgelagert.

Einstimmig unterstützte der Ausschuss den Verfahrensvorschlag der Verwaltung. Der SPD-Antrag soll im Herbst weiter verfolgt werden.

Von Ulrich Schubert

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