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Göttingen Haftstrafen für dreiste Schockanrufe in Grone, Uslar und Paderborn
Die Region Göttingen Haftstrafen für dreiste Schockanrufe in Grone, Uslar und Paderborn
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22:54 13.03.2013
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Göttingen/Paderborn

Ein 29 Jahre alter, in der Heimat wegen Mordes verurteilter Litauer muss drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Sein 49 Jahre alter Komplize, der als Fahrer angeheuert worden war, erhielt drei Jahre und drei Monate.

Die Hintermänner der perfiden Verbrechen, die als Enkeltrick mit Schockanruf bekannt geworden sind, sitzen für die Justiz unerreichbar in Litauen. Immerhin haben die geständigen Angeklagten Namen genannt, so dass dort jetzt ermittelt werden kann.

Bei Paderborn festgenommen

Festgenommen wurden die Geldabholer nach der Tat bei Paderborn. Dort hatten sie 15 000 Euro von einem 90 Jahre alten Deutschrussen abgeholt, dem ein Anrufer in russischer Sprache vorgegaukelt hatten, sein Sohn sei verunglückt. Mit der Behauptung,  der Sohn könne sich durch eine Geldzahlung vor Verfolgung durch die Justiz retten, obwohl er ein Mädchen angefahren und schwer verletzt habe, waren dem alten Mann die Ersparnisse abgeschwatzt worden. Der mutmaßlich aus Litauen anrufende Haupttäter gab sich als Rechtsanwalt aus und hielt den alten Mann so lange am Telefon hin, bis der Geldbote an der Tür schellte.

Gespräche überwacht

Bei all dem hörte die Polizei mit. Sie hatte die Bande im Visier und überwachte die Gespräche aus Litauen. Minuten nach der Geldübergabe war sie am Tatort, sah den Wagen der Täter noch wegfahren und schlug zu.
Die Verurteilten, so das Gericht, seien die kleinsten Rädchen des Apparates gewesen. Sie selbst verteidigten sich damit, dass sie wegen Schulden aus der Haftzeit zum Mitmachen gezwungen worden seien beziehungsweise, dass sie als Fahrer unfreiwillig mitmachten.

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