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Göttingen Hochbauwettbewerb für Neubau des Gothaer Hauses
Die Region Göttingen Hochbauwettbewerb für Neubau des Gothaer Hauses
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16:17 20.02.2017
Mit einem Hochbauwettbewerb gehen die Planungen für den Abriss des Gothaer Hauses an der Weender Straße 80 und einen an dem Standort geplanten Neubau in die nächste Runde. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Die Rahmenplanung für das knapp 3200 Quadratmeter große, zwischen Jüdenstraße, Weender Straße und Unterer Karspüle gelegene Gelände, die die Kasseler Architekte Pape und Pape erstellt haben, sieht ein dreigeschossiges L-förmiges Gebäude vor. Daran soll sich ein zweistöckiges Gebäude im Zentrum des Areals anschließen. In der Nord-Ost-Ecke ist dann eine ebenfalls dreistöckige Bebauung geplant, die zur Seite der benachbarten Reformierten Gemeinde einstöckig geplant ist.

Aufgabe eines Hochbauwettbewerbs, der von der Düsseldorfer Projektentwicklungsgesellschaft Development Partner AG als Eigentümerin des Grundstücks in Abstimmung mit der Stadt Göttingen ausgerichtet wird, ist es, "die vorgefundenen Defizite der verhandenen Bebauung abzustellen und die vorhandenen Potentiale des Baugrundstücks herauszuarbeiten", heißt es in den entsprechenden Verwaltungsunterlagen. Bedeutet: Abriss des alten Gothaer Hauses und Neubau eines „modernen Geschäfts- und Wohnhauses“, wie Projektentwicklerin Maike Müller bereits im Oktober betont hatte. Eine gewerbliche Nutzung, so sehen es die Kriterien für den Wettbewerb vor, soll es im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss geben. Die beiden darüberliegende Geschosse sind für Wohnungen vorgesehen. Die Bruttofläche aller Etagen soll bei rund 8600 Quadratmetern liegen. "Ein Wohnungsmix von 1,5- und Zwei-Zimmer-Apartments, über WG-geeignete-Drei-Zimmer-Wohnungen bis zu einem geringen Anteil Penthouse-Wohnungen" sei vorzusehen. Mit Ergebnissen des Wettbewerbs rechnet Müller ab Mitte 2017.

Der Rahmenplan sieht weiter vor, dass das neue Gebäude entlang von Weender und Jüdenstraße statt eines Flachdachs ein Sattelentdach enthält. Es soll sich an der vorhandenen Nachbarbebauung orinetieren. Der Rahmenplan sieht eine Begrenzung der Traufhöhe auf 14,5 Meter vor. In dem Neubau soll es keine Arkaden mehr geben, stattdessen ist vor dem Neubau ein fünf Meter breiter Fußweg geplant.

Die Düsseldorfer Projektentwicklungsgesellschaft Development Partner AG hatte das Gothaer Haus an der Weender Straße Anfang 2016 gekauft. Mit der Hamburger Firma Atos Asset Management GmbH haben die neuen Eigentümer die Verkaufsverhandlungen geführt. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden. Atos hatte zunächst jahrelang nach einem geeigneten Ankermieter für das 1975 gebaute Haus gesucht, später dann nach einem Käufer. 2011 hatte Atos eine sechs bis acht Millionen Euro teure Sanierung des Hauses vorgestellt und Anfang 2014 in Aussicht gestellt, bis Mitte 2014 einen Käufer gefunden zu haben.

Der Bauausschuss berät über die Pläne für die Gestaltung des öffentlichen Raumes, die Rahmenplanung und den Hochbauwettbewerb am Donnerstag, 23. Februar, ab 16 Uhr in Raum 118 des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4.

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