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Göttingen Erweiterungsbau nur schwer kalkulierbar
Die Region Göttingen Erweiterungsbau nur schwer kalkulierbar
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17:00 26.10.2018
Das Höhlenerlebniszentrum bei Bad Grund soll erweitert werden. Quelle: Jentsch
Bad Grund

Die Vorplanungen für den Erweiterungsbau des Höhlenerlebniszentrums Bad Grund sind bereits seit Juni abgeschlossen, die Anträge auf Fördermittel bei der N-Bank, dem Land Niedersachsen und der Sparkassenstiftung verschickt. Nachdem ein erster Entwurf den finanziellen Rahmen gesprengt hatte, steht die zweite Fassung jetzt mit Gesamtkosten von knapp fünf Millionen Euro in den Büchern.

25-Prozent-Grenze

Dieser Summe hatte der Kreistag zugestimmt unter der Maßgabe, dass nur ein Viertel der Kosten vom Landkreis übernommen würden. Aber eben diese 25-Prozent-Grenze macht der Kreisverwaltung das Leben schwer. „Berücksichtigen wir die aktuellen Baukostensteigerungen, kann es sein, dass wir diesen Wert nicht einhalten können“, so Kreisrat Marcel Riethig am Donnerstag im Kulturausschuss.

Dabei hatten die Planer in die aktuelle Kalkulation einen Puffer eingearbeitet: Sollten alle Fördermittel gewährt werden, läge der Eigenanteil des Kreises bei lediglich 7,6 Prozent, also unter 400 000 Euro. Selbst wenn die Anträge nicht in vollem Umfang erfolgreich wären, dürfte die 25-Prozent-Grenze bei einem Spielraum von 860 000 Euro noch einzuhalten sein.

„Lassen wir dann die Schaufel fallen?“

„Was aber passiert bei Kostensteigerung“, fragte Riethig in die Runde der Politiker. Bei einer Bauzeit von zwei Jahren (2019-2021) sei es nicht absehbar, wie sich der Markt entwickele. Bevor mit dem Bau begonnen werden könne, brauche die Verwaltung daher eine Entscheidung darüber, was passieren soll, wenn der vorgegebene Rahmen nicht zu halten ist. „Lassen wir dann mitten im Bau die Schaufel fallen?“, fragte der Kreisrat.

„Von uns gibt es keinen Freibrief für Baukostenerhöhrungen“, betonte Sigrid Jacobi für die CDU-Fraktion. Daher stellte sie den Antrag, dass steigende Kosten durch Abstriche beim Bau kompensiert werden sollten. „Wir haben die Verantwortung, vernünftig mit diesem Geld umzugehen. Wir können es nur einmal ausgeben.“ Chris Runge (SPD) widersprach diesem Antrag und betonte noch einmal die Bedeutung des Höhlenerlebniszentrums für den Tourismus in einer strukturschwachen Region. Außerdem erfülle die Einrichtung einen Bildungsauftrag, was durch den Ausbau noch gestärkt werden soll.

„Nur die Alternativen Bauen oder Nichtbauen“

Als nicht sonderlich realitätsnah bezeichnete Lothar Dinges (FWLG) den CDU-Antrag. „Es gibt nur die Alternativen Bauen oder Nichtbauen. Sie können nicht nachträglich Änderungen in der Planung vornehmen.“ Schließlich gelte es Standards einzuhalten. Verständnis für diesen Pragmatismus zeigte Sebastian Bornmann (CDU) und schlug daher abweichend zum später abgelehnten Antrag seiner Fraktion vor, zumindest eine regelmäßige Berichtspflicht über die Kostenentwicklung in den Beschluss aufzunehmen. Um diese Formulierung ergänzt passierte der Antrag am Freitag den Kulturausschuss.

Als nächste Instanz befasst sich der Kreistag am Dienstag, 30. Oktober, erneut mit der Erweiterung des Höhlenerlebniszentrums Bad Grund. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4, Göttingen.

Von Markus Scharf

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