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Göttingen „Die Qualität der Stadt ist auch wichtig“
Die Region Göttingen „Die Qualität der Stadt ist auch wichtig“
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00:18 25.01.2017
T. Dienberg Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Die Interessenslage an dem Grundstück südwestlich der Lokhalle, das sich im Besitz der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH befindet, ist vielfältig. Auf der einen sind die Hotelbefürworter: Dazu zählt die SPD. „Wir sind nicht gegen das Hotel. Das Hotel ist wichtig für die Lokhalle, aber die Qualität der Stadt ist auch wichtig“, sagte die baupolitische Sprecherin der SPD, Sylvia Binkenstein. Daher machte sie sich dafür stark, dass sich Planungen nicht nur um das eigentliche Hotelgrundstück drehen, sondern das gesamte Gebiet zwischen Bahn und Leine betrachtet wird. Entsprechende Änderungsanträge hat sie vorgelegt. Auch die CDU stellt sich nicht gegen ein Hotel nahe der Lokhalle, wie Hotelier und CDU-Mann Olaf Feuerstein deutlich machte. Allerdings meldete die CDU Beratungsbedarf an.

Auf wenig Gegenliebe stoßen die Hotelpläne hingegen bei Grünen, Linken und Piraten. Ihre Vorstellungen, wie die Fläche künftig genutzt werden kann, gehen aber auseinander. So plädierte Dagmar Sakowsky (Grüne) dafür, das Gelände für die Naherholung zu erhalten. Auch Parteikollege Ulrich Holefleisch betonte den alten Baumbestand und brachte die Nähe zur Leine ins Spiel. Diese Parkanlage müsse erhalten bleiben, sagte Francisco Welter-Schultes (Piraten). Gerd Nier schließlich brachte den Vorschlag ein, auf dem Gelände preisgünstige Wohnungen zu bauen. Gleichzeitig müsse aber der Grüngürtel entlang der Leine erhalten bleiben.

GWG-Geschäftsführerin Ursula Haufe appellierte an die Ratspolitik: „Wir brauchen das Hotel.“ Dieses Angebot würde den Standort Lokhalle stärken. Die bisherigen Pläne der Firma BauWo aus Hannover sehen ein fünfgeschossiges Hotelgebäude mit 144 Zimmern im Niedrigpreissegment vor. Nach Angaben von BauWo-Geschäftsführer Bernd Rathenow stehe der Grundstückskauf unmittelbar bevor. Auch mit einem Betreiber des Hotels werde bereits verhandelt.

Einig waren sich fast alle Parteien in ihrer Kritik an der Stadtverwaltung: So hätten sie erst aus einem entsprechenden Artikel im Göttinger Tageblatt über die Hotelpläne erfahren. „So kann man mit dem Bauausschuss nicht umgehen“, sagte Felicitas Oldenburg (FDP). Nier nannte den Umgang unsensibel, Welter-Schultes das Verfahren als „völlig intransparent“. Stadtbaurat Thomas Dienberg, der aus der Sitzung eigentlich einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan mitnehmen wollte, verwies darauf, dass Unterlagen zu dem Vorhaben rechtzeitig auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht worden sind. Dort hätten sich die Politiker informieren können. Zudem sei dieses Vorgehen der Verwaltung üblich. Er verwies in diesem Zusammenhang auf ein Schulungsangebot, das sich an Ratsneulinge wendet, aber auch von langjährigen Ratsmitgliedern besucht werden könne.

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