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Göttingen Bundespolitik trifft Jungwähler
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10:52 11.09.2017
Junge Wähler zur Wahl motivieren, will der Stadtjugendring mit der Veranstaltung „Talk, Flooot & Politics“ im Jungen Theater.   Quelle: Foto: Bänsch
Göttingen

 Die Atmosphäre im Jungen Theater war unkompliziert. Die Moderatoren Paul Würzberg und Jennifer Bullert vom Stadtradio durften die Politiker auf der Bühne duzen. Themen des Abends waren zum Beispiel, wie sich die Politiker Deutschland im Jahr 2040 vorstellen, in einem Jahr, wenn die heutigen Schüler so alt sind wie ihre Eltern derzeit. Auch soziale Gerechtigkeit, Bildung und demografischer Wandel wurden diskutiert. Die jungen Besucher konnten dabei ihre Stimme für eine Partei abgeben. Das Rennen machte an diesem Abend Bündnis 90 /Die Grünen vor der SPD.

Nach dem Podium spielte die Band „Flooot“, die vor allem beim jungen Publikum beliebt ist. „Wir wollten eine gute Mischung aus vergnüglichem Abendprogramm und politischer Diskussion bieten“, sagte Tim Oberländer vom Vorstand des Stadtjugendrings Göttingen, der diese spezielle Wahlveranstaltung im jungen Theater organisiert hatte.

„Es hätten aber ein paar mehr Leute da sein dürfen“, meinte Roland Elsas vom Christlichen Verein junger Menschen (CVJM), einer von rund 30 Vereinen des Stadtjugendringes Göttingen. Der Stadtjugendring hatte im Vorfeld der Veranstaltung im Jungen Theater zusammen mit Jugendorganisationen der Parteien dieselbe Veranstaltung in fünf Schulen in Göttingen durchgeführt. Mitgemacht hatten die IGS Geismar, die Geschwister Scholl Schule, das Hainberg Gymnasium, das Otto-Hahn Gymnasium sowie die BBS Ritterplan. Mit großer Resonanz: 200 bis 280 Schülerinnen und Schüler hatten jeweils an den Veranstaltungen teilgenommen. „Unser Anliegen ist es, Schüler für Politik zu gewinnen und als Erstwähler zu motivieren, zur Wahl zu gehen“, sagte Elsas. „Ich finde das Format toll, das ist doch spannender als Politik nur durch die Medien wahrzunehmen“, sagte die 20-jährige Janna Mews vom Vorstand des Stadtjugendringes.

Göttinger Mitglieder der „Partei“ sowie der „Piraten“ saßen bei der Veranstaltung nicht mit auf dem Podium. Auch gab es Fragen von Schülern, warum nicht andere Parteien wie die AfD nicht mitdiskutieren dürften. „Wir haben uns bewusst auf Parteien beschränkt, die im Bundestag und im niedersächsischen Landtag eine Fraktion haben“, sagte dazu Tim Oberländer.

Von Bernard Marks

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