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Göttingen Preisanstieg bis zu 14 Prozent
Die Region Göttingen Preisanstieg bis zu 14 Prozent
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17:43 25.04.2017
Quelle: Kai Remmers
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Region

Für das sogenannte Vergleichsobjekt - eine Immobilie von 1970 mit 160 Quadratmetern Wohn- und 800 Quadratmetern Grundstücksfläche - mussten dem Bericht zufolge in Göttingen rund 420 000 Euro bezahlt werden. Das sind 40 000 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Ingo Gerloff, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte (GAG) Northeim, betonte bei der Präsentation des neuen Zahlenwerks aber auch, dass die Preisentwicklung stark abhängig von der Lage sei.

„Deutlich steigende Preise sind in erster Linie in der Stadt Göttingen und der unmittelbaren Umgebung festzustellen“, stellte er fest. So bezifferte der GAG die Preisveränderung gegenüber 2015 in der Stadt Göttingen und den Ortschaften Bovenden, Eddigehausen und Rosdorf auf rund 14 Prozent. In den übrigen Teilbereichen des neuen Landkreises Göttingen stiegen die Preise jeweils um rund fünf Prozent.

„Während die Immobilienpreise im Stadtgebiet Göttingen zu den höchsten in Niedersachsen zählen, ist der Bereich des südlichen Harzvorlandes den Regionen mit den günstigsten Immobilienpreisen zuzurechnen“, heißt es im neuen Grundstücksmarktbericht. Im Mittelfeld liegt das Preisniveau den Aussagen des Gutachterausschusses zufolge im Altkreis Göttingen, am preisgünstigsten gab es Immobilien in den Bereichen Goslar, Northeim, Osterode am Harz und Holzminden.

Die Analysen des GAG basieren auf Auswertung der getätigten Kaufverträge, erklärt Gerloff. Deren Anzahl sei 2016 geringfügig gesunken, der Geldumsatz sei um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. „In der Stadt Göttingen wurde mit 353 Millionen Euro der höchste jemals erzielte Geldumsatz erreicht“, berichtet der GAG-Vorsitzende weiter. Das sei rund ein Drittel des Gesamtumsatzes im Zuständigkeitsbereich.

Der Grundstückmarkt 2016 war im Wesentlichen gekennzeichnet durch weiter steigende Preise bei zurückgehenden Transaktionszahlen. „In den gefragten Bereichen“, so ergänzt Gerd Trautmann, Leiter der GAG-Geschäftsstelle, „kann das Angebot die weiterhin hohe Nachfrage nach Immobilien nicht decken.

Mehr als 60 Prozent der Transaktionen, die der Gutachterausschuss für Grundstückswerte Northeim für das Jahr 2016 ausgewertet hat, beziehen sich laut Bericht in der Stadt Göttingen auf Eigentumswohnungen, etwa 11 Prozent auf Reihenhäuser und Doppelhaushälften.

Ein steigendes Preisniveau verzeichnet der GAG auch für erschlossene Bauplätze. Gegenüber dem Jahr 2000 sei im Stadtgebiet Göttingen eine Indexsteigerung von fast 25 Prozent ermittelt worden. Die höchsten Bodenrichtwerte für Wohnbauland wurden im Ostviertel mit 380 Euro pro Quadratmeter für ein 800 Quadratmeter großes Grundstück (460 Euro für ein Reihenhausgrundstück) erzielt. Im Baugebiet Sonnenberg in Bovenden liegt laut GAG-Bericht das Bodenrichtwertniveau bei bis zu 190 Euro je Quadratmeter, in Ebergötzen, Rittmarshausen oder Gieboldehausen bei 66 Euro, in Osterode am Harz 74 und in Herzberg 58 Euro je Quadratmeter.

Der Grundstücksmarktbericht ist gebührenpflichtig in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses im Behördenhaus/Katasteramt an der Danziger Straße 40 in Göttingen oder bei den Katasterämtern in Northeim und Osterode erhältlich. Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 05 51 / 5 07 43 01 oder im Internet unter www.gag.niedersachsen.de

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