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Göttingen Angeklagter Student räumt Drogenhandel ein
Die Region Göttingen Angeklagter Student räumt Drogenhandel ein
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17:54 07.08.2018
Quelle: dpa
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Göttingen/Bad Sachsa

In einer von seinem Verteidiger verlesenen Einlassung erklärte der 27-Jährige, dass er während seines Studiums in Berlin drogenabhängig geworden sei. Er habe große Prüfungsängste gehabt, die er mit Marihuana und Kokain zu mindern versucht habe. Gemeinsam mit seinem gleichaltrigen Mitangeklagten, den er bereits seit frühester Kindheit kennt, sei er dann auf die Idee gekommen, selbst ins Drogengeschäft einzusteigen, um so auch die eigene Sucht finanzieren zu können.

Nach Angaben des Studenten gab es eine gewisse Arbeitsteilung. Während er sich vor allem um den Einkauf der Betäubungsmittel gekümmert habe, sei der Mitangeklagte vor allem mit dem Weiterverkauf und der Auslieferung der Drogen befasst gewesen. Ende 2017 habe er dann aus dem gemeinsamen Geschäft aussteigen wollen. Er habe versucht, seinen Konsum zu reduzieren und sich wieder auf das Studium zu konzentrieren.

Arbeitsteilung beim Drogenhandel

Bevor der 27-Jährige dies umsetzen konnte, nahm ihn die Polizei im Januar in seiner Wohnung in Berlin fest. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten Kokain, Ecstasy und Haschisch sicher. Zeitgleich stoppten Spezialkräfte des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) den Mitangeklagten, der sich gerade auf der Rückfahrt von Berlin in den Südharz befand. Im Kofferraum seines Autos lagen zehn Kilo Marihuana und einige Gramm Kokain. Die Drogen, die nach Schätzungen der Polizei einen Straßenverkaufswert von rund 100.000 Euro hatten, sollen beide Angeklagte kurz zuvor in Berlin von einem Unbekannten erworben haben.

Die Polizei hatte bereits seit geraumer Zeit gegen die beiden 27-Jährigen ermittelt. Der Anklage zufolge hatten sie die beschafften Drogen in diversen Depots gelagert und dafür auch zwei Garagen angemietet. Insgesamt stellten die Fahnder in den Depots unter anderem knapp drei Kilo Marihuana, mehr als drei Kilo Haschisch, 700 Ecstasy-Tabletten, 3000 Gramm Amphetamin und mehr als 100 Gramm Kokain sicher. Außerdem beschlagnahmten sie 40.000 Euro Bargeld.

Therapie angestrebt

Den Ermittlungen der Polizei zufolge hatten die Angeklagten diverse Kunden im gesamten Raum Südniedersachsen und darüber hinaus, die sich ihrerseits als Dealer betätigt und die erworbenen Drogen an Konsumenten weiterverkauft haben sollen.

Der Student strebt eine Therapie an, um von seiner Sucht loszukommen. Ohne den Drogenkonsum wäre er nie straffällig geworden, erklärte er. Er bedauere sein Fehlverhalten und möchte sein Studium abschließen. Der zweite Angeklagte will sich am nächsten Verhandlungstag zu den Vorwürfen äußern.

Von Heidi Niemann

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