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Göttingen In der Volkeröder Feuerwehr tut Erstaunliches
Die Region Göttingen In der Volkeröder Feuerwehr tut Erstaunliches
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00:18 02.05.2013
„Wieder bei der Musik“: Nadine und Thomas von Roden, Karl-Otto Gersting, Frank Bode, Christian Grün, Jens Windwehe und Nils Gersting. Quelle: Pförtner
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Volkerode

 Seit einiger Zeit aber tut sich etwas in Volkerode – und zwar im positiven Sinne. Die Mitgliederzahlen steigen. Die Löschgruppe besteht bereits wieder aus neun Freiwilligen. Und eine Jugendfeuerwehr gibt es auch wieder. Die war einst schon vor der Ortswehr aufgelöst worden. Es gibt gar begründete Hoffnung, die Feuerwehr zu reaktivieren.

So weit ist es freilich noch nicht. Aber die Zeichen stehen gut. Schließlich hat die Jugendfeuerwehr, der wichtige Unterbau einer jeden Wehr, bereits wieder 15 Mitglieder. „Vor zwei Jahren haben wir im Ort gefragt, wer mitmachen möchte“, erinnert sich Frank Bode, Jugendwart und stellvertretender Löschgruppenführer. 2011 gab es ein erstes Treffen, kurz danach bereits die Gründung. 13 Jugendliche waren dabei. Ein riesiger Erfolg.

Bei der Löschgruppe geht es ebenfalls aufwärts. Von drei Mitgliedern kurz nach der Auflösung der Wehr ist die Mitgliederzahl auf neun gewachsen – mit steigender Tendenz. „Wir können sogar wieder bei Wettkämpfen mitmachen“, sagt Bode. Das sei sicherlich auch für weitere Interessenten ein Anreiz. Und für die Mitglieder selbst ein willkommener Anlass, zu zeigen, „dass die Feuerwehr in Volkerode durchaus noch existiert“.

Die Löschgruppe sei eine „eingeschweißte Gruppe“ und treffe sich regelmäßig, mindestens einmal in der Woche, sagt Ortsbürgermeister Jörg Windwehe, der ebenfalls Mitglied ist. Seine Tochter Franziska ist auch dabei. Weitere Mitglieder sind: Nadine und Thomas von Roden, Jan Leicht, Christian Grün, Karl-Otto Gersting und sein Sohn Nils. Derzeit renoviert die Löschgruppe das Feuerwehrhaus und bereitet sich auf Wettkämpfe vor.

„Wir sind nicht blauäugig"

Parallel nimmt sie an den Treffen der Feuerwehr Mengershausen teil, der sie angeschlossen ist. Zwei bis drei Einsätze habe man zusammen gehabt, unter anderem bei einem stehen gebliebenen ICE. „Wir haben gezeigt, dass wir wieder bei der Musik sind“, sagt Bode. Auch Sven Pape, Ortsbrandmeister von Mengershausen, lobt den Einsatz der Löschgruppe. Von Beginn an habe es keine Probleme gegeben. Die Zusammenarbeit sei hervorragend.

Auch wenn alles gut funktioniert: Über kurz oder lang wollen die Volkeröder wieder auf eigenen Beinen stehen. „Wir sind nicht blauäugig. Wir fangen bei null an. Derzeit haben wir nur vier richtige Feuerwehrleute, der Rest fängt erst mit der Ausbildung an. Das dauert also noch ein, zwei Jahre“, schränkt Bode zwar ein.

Auf lange Sicht gebe es aber die Hoffnung, „dass man in diese Richtung denken darf“. Auf 16 bis 18 Personen müsse die Löschgruppe schon noch vergrößert werden. Ziel sei es daher, weitere Mitglieder zu werben – für die Löschgruppe und die Jugendwehr. Selbst der Feuerwehrverein sei reaktiviert worden, mit dem Ziel, die Jugendarbeit zu unterstützen, sagt Windwehe. Und der Ortsrat unterstütze die Feuerwehr ebenfalls nach Kräften, betont der Bürgermeister.

Die Ortsratspolitiker waren es übrigens auch, die den Grundstein dafür legten, dass die Volkeröder überhaupt wieder von einer eigenen Wehr träumen dürfen. Sie überzeugten die Gemeinde, das Feuerwehrfahrzeug in Volkerode zu belassen. „Wenn das Auto weg gewesen wäre, wäre hier nichts passiert“, sagt Windwehe. „Und wir werden das Schätzchen hegen und pflegen“, verspricht Bode.

Einen Tag der offenen Tür veranstaltet die Jugendfeuerwehr Volkerode am Mittwoch, 1. Mai. Beginn ist um 10 Uhr am Feuerwehrhaus Volkerode, An der Tränke. Es werden verschiedene Vorführungen der Wehr präsentiert.

Außerdem gibt es eine Hüpfburg, Spiele und einen Hindernisparcours. Um 14 Uhr werden verdiente Mitglieder des Fördervereins geehrt.

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