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Göttingen Infomarkt in Grone zeigt aktuellen Planungsstand auf
Die Region Göttingen Infomarkt in Grone zeigt aktuellen Planungsstand auf
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00:27 17.03.2018
Thomas Wagner informierte die Besucher über den aktuellen Planungsstand von Suedlink. Quelle: Wölk
Göttingen

Die Göttinger Veranstaltung bildete den Auftakt zu den Infomärkten in den einzelnen Landkreisen.

Mit der etwa 700 Kilometer langen Trasse soll Strom aus Windenergie von der Küste in den Süden, und aus Photovoltaikanlagen erzeugter Strom in den Norden transportiert werden. Nachdem mehrere Trassen im Gespräch gewesen waren, ist nach Abschluss des ersten Beteiligungsverfahrens und mehrerer Untersuchungen festgelegt worden, dass die Trasse westlich von Göttingen in Richtung Duderstadt verlaufen soll.

„Wir wollen den Bürgern zeigen, was sich seit der ersten Bürgerbeteiligung vor etwa eineinhalb Jahren und jetzt getan hat“, erklärte Thomas Wagner, Referent für Bürgerbeteiligung bei Tennet. Deshalb sei er zufrieden, dass zahlreiche Menschen das Angebot der Information angenommen haben. „Mittlerweile sind von der Bundesnetzagentur die Korridore festgelegt worden, in denen die Trasse verlaufen soll“, sagte Wagner. „Bevor wir aber endgültig festlegen, in welchen Teilen der Korridore die Trassen verlaufen, werden wir erneut Gespräche mit den Betroffenen und den Politikern führen“, sagte Wagner. Dazu gehöre auch, dass das weitere Vorgehen vorausschauend geplant werde. „Unter anderem müssen wir noch einmal mit den Eigentümern darüber sprechen, wo es unter anderem Probleme mit dem Naturschutz gibt - oder wo es Flächen gibt, die für den Rohstoffabbau benötigt werden“, sagte Wagner. Bereits während des Infomarktes machten die Projektmitarbeiter sich anhand der geführten Gespräche Notizen, in welchen Bereichen es im Landkreis Göttingen noch Gesprächsbedarf mit Eigentümern gibt.

Weitere Bürgerbeteiligung geplant

Die tatsächlich einen Kilometer breiten Korridore sollen 2019 durch die Bundesnetzagentur festgelet werden. „Für den Bau der Trasse an sich benötigen wir dann etwa 40 Meter Platz“, berichtete Wagner. Das Planfeststellungsverfahren, mit dem dann der genau Trasseverlauf bestimmt werde, werde dann etwa bis 2022 andauern. Während dieser Zeit soll es laut Wagner weitere Bürgerbeteiligungen geben, damit die Betroffenen auch weiterhin über den jeweils aktuellen Planungsstand informiert sind. „Wir wollen außerdem eventuelle Probleme auch vor Antragseinreichung klären und mit den Betroffenen intern einen Konsens finden. Statt den formellen Weg einzuschlagen“, sagte der Referent für Bürgerbeteiligung. Wagner betonte aber auch die Wichtigkeit der Stromtrasse, da derzeit die Kosten für die Aufrechterhaltung des Stromnetzes bei mehr als einer Milliarde Euro liegen würden.

Außer den Mitarbeitern von Tennet waren auch zwei Mitarbeiterinnen vom „Bürgerdialog Stromnetz“ in die Mehrzweckhalle gekommen, um den Besuchern die Zusammenhänge zwischen Energiewende und Suedlink zu erklären. „Uns ist zudem wichtig, aufzuzeigen, in welchen Bereichen des Verfahrens Bürger sich einbringen können“, sagte Gesa Dodt.

Damit die Besucher sich besser vorstellen konnten, welche Erdarbeiten mit dem Trassenbau verbunden sind, hatten die etwa 20 Tennet-Projektmitarbeiter Modelle dabei, an denen sie die Arbeiten erklärten. Hierbei zeigten sie auch die unterschiedlichen Verlegemöglichkeiten der Rohre auf. Mit der Fertigstellung der Trasse sei in etwa sieben Jahren zu rechen.

Von Vera Wölk

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